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		<title>Edle Gitarren IV</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2012 20:08:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gehen Gitarrenhersteller für ihre edlen Instrumente über Baumleichen? Im letzten Teil unserer Gitarrenserie springen wir zurück nach Europa. Unseren Fragen nach der Herkunft der Gitarrenhölzer muss sich diesmal das Deutschlandbüro des renommierten Gitarrenbauers Walden stellen. Den Grund für die Fragenserie liefert der Gitarrenproduzent Gibson. Hier nochmals die Kürzestzusammenfassung des Gibson-Falles. Die ausführliche Geschichte zum Gibson-Fall [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1229&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gehen Gitarrenhersteller für ihre edlen Instrumente über Baumleichen? Im letzten Teil unserer Gitarrenserie springen wir zurück nach Europa. Unseren Fragen nach der Herkunft der Gitarrenhölzer muss sich diesmal das Deutschlandbüro des renommierten Gitarrenbauers Walden stellen. </em></p>
<p>Den Grund für die Fragenserie liefert der Gitarrenproduzent Gibson. Hier nochmals die Kürzestzusammenfassung des Gibson-Falles. Die ausführliche Geschichte zum Gibson-Fall könnt ihr <strong><a title="Edle Gitarren aus edlen Hölzern I" href="http://montagsmailer.ch/2012/04/18/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-i/">im ersten Teil der Gitarrenserie nachlesen.</a></strong></p>
<p>Im August 2011 wurden die Büro- und Fabrikgebäude von Gibson zum zweiten Mal von Bundesbeamten der US-Fisch- und Wildtierbehörde durchsucht. Unbelehrbar soll Gibson für seine Gitarren ein weiteres Mal illegale Hölzer aus Madagaskar und Indien importiert haben. Gibson reagierte auf die Anschuldigungen mit einer Medienkampagne gegen den Lacey-Act, der den Import, Export, Kauf, Verkauf, Transport, Erwerb und Zukauf von Holz oder Holzprodukten bis hin zu Papier verbietet, wenn das verwendete Holz in seinem Ursprungsland illegal gefällt wurde.</p>
<div id="attachment_1232" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-1232" title="Eine Gitarre von Walden: Gebaut in China, mit madegassischem Holz?" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/06/3617444881_a3a7ee0ef4_z.jpg?w=600&h=400" alt="Eine Gitarre von Walden: Gebaut in China, mit madegassischem Holz?" width="600" height="400" /><p class="wp-caption-text">Eine Gitarre von Walden: Gebaut in China, mit madegassischem Holz?</p></div>
<p><strong>Recherchen bestätigen den Verdacht</strong></p>
<p>Recherchen des Zoo Zürich bestätigten, dass Gibson bereits vor drei Jahren illegal geschlagene Hölzer aus Madagaskar gekauft und in seinen Gitarren verarbeitet hatte.</p>
<p>LAMM hat sich den Gibsonfall zum Anlass genommen, weiteren Gitarrenherstellern zu schreiben und sie nach der Herkunft ihrer in den Gitarren verarbeiteten Hölzern zu fragen. In einer Serie veröffentlichen wir nun die Antworten.</p>
<blockquote><p>Hallo zusammen</p>
<p>vor kurzem habe ich eine Walden Gitarre geschenkt gekriegt. Ich bin zwar noch blutiger Anfänger, aber das Spielen macht mir sehr viel Spass. Ich würde auch behaupten, dass ich langsam aber sicher besser werde (aber das liegt ja wahrscheinlich sehr im Ermessen des Betrachters oder eben Zuhörers <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Obwohl ich wirklich sehr zufrieden bin mit meiner Gitarre, habe ich trotzdem eine Frage. Kürzlich entdeckte ich den Bericht vom Kassensturz über illegale Tropenhölzer im Instrumentenbau, welcher mich ziemlich geschockt hat (<a href="http://www.kassensturz.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/02/21/Themen/Familie-und-Freizeit/Viele-Haendler-ignorieren-Tropenholz-Raubbau" target="_blank">http://www.kassensturz.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/02/21/Themen/Familie-und-Freizeit/Viele-Haendler-ignorieren-Tropenholz-Raubbau</a>). Nun würde ich gerne wissen, ob auch ich damit rechen muss, dass ich Raubbauholz in den Händen halte, wenn ich auf meiner Gitarre rumklimpere.</p>
<p>Was hat Walden für Beschaffungs-Richtlinien beim Holzeinkauf?</p>
<p>Ich würde mich sehr über eine kurze Antwort freuen, da ich leider auf eurer Homepage nicht fündig geworden bin.</p>
<p>Vielen Dank und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Walden reagierte auf dieses Mail flink:</p>
<blockquote><p>Hallo Gitarrenspieler</p>
<p>wahrlich ein großes Thema und ich bin auch der Meinung, dass es für die Herstellung<br />
von Gitarren nicht notwendig ist geschützte Regionen bzw. Baumbestand für ein<br />
&#8220;Luxusgut&#8221; zu vernichten, gar auszurotten.</p>
<p>Mit Walden spielst Du eine &#8220;grüne Marke&#8221;, denn unser Hersteller hat sich freiwillig<br />
verpflichtet keine geschützten Hölzer zu verbauen.<br />
Vielmehr wird hier durch eine freiwillige Selbstkontrolle FSC <a href="http://www.fsc.org/" target="_blank">www.fsc.org</a> die Holzeinkäufe<br />
überprüft.</p>
<p>Das ist wichtig und macht Sinn!</p></blockquote>
<p>Naja, auf der Website von Walden findet sich das FSC-Label aber nur bei einer Gitarre (Madera). Wie kommt das?</p>
<blockquote><p>Hallo Walden</p>
<p>Vielen Dank für die Antwort – es freut mich sehr, dass Walden sich auch Gedanken macht zu diesem Thema. Im Katalog habe ich aber das FSC-Zeichen nur bei einer Gitarre (Madera) gesehen. Bei allen anderen steht davon nichts.</p>
<p>Wie kommt das?</p>
<p>Vielen Dank für eine Antwort und entschuldige bitte meine Neugier.</p>
<p>Viele Grüsse</p></blockquote>
<p>Leider verstummte Walden nach dieser Nachfrage. Doch wir gaben nicht auf:</p>
<blockquote><p>Vor etwa einem Monat bin ich mit einer Frage zum Holz, welches für den Gitarrenbau verwendet wird an euch getreten. Leider habe ich bis jetzt keine Antwort erhalten. Ich habe mich vor allem darüber gewundert, dass  ihr euch selbst als eine „grüne Marke“ bezeichnet, obwohl im Katalog nur eine Gitarre das FSC-Zeichen trägt. Was zeichnet den die restlichen Walden-Gitarren als „grün“ aus?</p>
<p>Ich würde mich weiterhin über eine Antwort freuen.</p>
<p>Vielen Dank und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Die Hartnäckigkeit zahlte sich aus:</p>
<blockquote><p>Hallo lieber Gitarrenspieler</p>
<p>sorry das ich erst jetzt dazu komme Dir zu antworten, aber wir hatten ja die<br />
Musikmesse in Frankfurt und da ist immer einiges zu tun.<br />
Jetzt aber los.</p>
<p>Tatsächlich ist es so, dass lediglich die Madera Serie das FSC Zertifikat trägt.<br />
Liegt natürlich daran, dass es zum einen die teuerste Walden Serie ist und eben<br />
mit sehr hochwertigen Hölzern gebaut wird.<br />
Und bei diesen Hölzern geht es eben um Schutz und die Verhinderung von sog. Raub Abbau.</p>
<p>Das Unternehmen verpflichtet sich eben nur rechtlich einwandfreie Ware bzw. Hölzer<br />
zu kaufen.<br />
Bei den &#8220;Standard Serien&#8221; werden natürlich auch sehr gute Hölzer verwendet, doch<br />
diese unterliegen (noch) keiner gefährdeten Sorte oder Art.</p>
<p>Beispiel: Für eine Fichtendecke benötigt man keine Freigabe, da es sich um ein Holz<br />
mit sehr hohem Bestand handelt.</p>
<p>Du solltest aber beachten, dass nur ein ganz geringer Prozentsatz der gerodeten Wälder<br />
in die Musikindustrie gehen.</p>
<p>Gruss aus Marburg</p></blockquote>
<p>So nett die Antwort klingt, so falsch sind die darin enthaltenen Behauptungen.</p>
<p>1. Raub Abbau haben wir noch nie gehört. Das heisst Raubbau. Aber egal. Das wirkt jetzt vielleicht kleinlich. Aber wer nicht einmal die korrekten Begriffe gebraucht, wird sich wohl kaum intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben.</p>
<p>2. „Das Unternehmen verplichtet sich eben nur rechtlich einwandfreie Ware bzw. Hölzer zu kaufen“ Und wie garantiert mir das Unternehmen das? Das FSC-Label ist ja gerade geschaffen worden, um den Konsumenten signalisieren zu können: Das Holz, das wir verwenden, wurde nachhaltig produziert und eine unabhängige Stelle hat dies auch bestätigt. Beim FSC-Label gibt es momentan verschiedene skandalöse Fälle, wo die eigenen Richtlinien verletzt worden sind. Doch leider ist es nach wie vor das einzige Label, bei dem der Konsument einigermassen davon ausgehen kann, dass das Holz nachhaltig abgebaut worden ist.</p>
<p>3. Ob die „Standard Serien“ nun aus Edelhölzern oder anderen Hölzern bestehen, spielt eigentlich gar keine Rolle. Wälder sollten in jedem Fall, auch bei nicht gefährdeten Arten, nachhaltig bewirtschaftet werden. Denn Bäume sind CO2-Speicher. Baut man Wälder ab, ohne sie zu ersetzten, wird zuvor im Wald gebundenes CO2 freigesetzt. Das ist nicht nachhaltig.</p>
<p>4. Natürlich braucht man für eine Fichtendecke keine Freigabe. Aber aus dem obigen Punkt (siehe 3.) sollte auch ein Fichtenwald nachhaltig bewirtschaftet werden.</p>
<p>5. Ausserdem braucht man auch für die Edelhölzer in Deutschland keine Freigabe. Diese werden nämlich aus Madagaskar geschmuggelt. Sobald sie das Land verlassen haben, dürfen sie – ausser in den USA &#8211; legal gekauft und gehandelt werden.</p>
<p>Es scheint, dass bei Walden grundlegendes Wissen über Kreisläufe in der Umwelt und Nachhaltigkeit im Allgemeinen fehlt. Dieses Wissen wäre aber notwendig, damit das Unternehmen überhaupt in der Lage ist, seine Rohstoffe nachhaltig zu beschaffen. Den Titel „grüne Marke„ müssen wir Walden leider aberkennen.</p>
<ul>
<li><a title="Edle Gitarren aus edlen Hölzern I" href="http://montagsmailer.ch/2012/04/18/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-i/">Teil I: Paul Reed Smith Guitars </a></li>
<li><a title="Edle Gitarren aus edlen Hölzern II" href="http://montagsmailer.ch/2012/04/30/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-ii/">Teil II: Godin Guitars</a></li>
<li><a title="Edle Gitarren III" href="http://montagsmailer.ch/2012/05/07/edle-gitarren-iii/">Teil III: Fender</a></li>
<li>Teil IV: Walden</li>
</ul>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/montagsmailer.wordpress.com/1229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/montagsmailer.wordpress.com/1229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/montagsmailer.wordpress.com/1229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/montagsmailer.wordpress.com/1229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/montagsmailer.wordpress.com/1229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/montagsmailer.wordpress.com/1229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/montagsmailer.wordpress.com/1229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/montagsmailer.wordpress.com/1229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/montagsmailer.wordpress.com/1229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/montagsmailer.wordpress.com/1229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/montagsmailer.wordpress.com/1229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/montagsmailer.wordpress.com/1229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/montagsmailer.wordpress.com/1229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/montagsmailer.wordpress.com/1229/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1229&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Dorian Gray</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Edle Gitarren III</title>
		<link>http://montagsmailer.ch/2012/05/07/edle-gitarren-iii/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 10:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gehen Gitarrenhersteller für ihre edlen Instrumente über Baumleichen? In unserer Gitarrenserie befragen wir renommierte Gitarrenfabrikanten, nach der Herkunft ihrer Hölzer und versuchen herauszuspüren, wie sehr sich diese ihrer Verantwortung bewusst sind. Den Grund für die Fragenserie liefert der Gitarrenproduzent Gibson. Hier nochmals die Kürzestzusammenfassung des Gibson-Falles. Die ausführliche Geschichte zum Gibson-Fall könnt ihr im ersten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1217&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gehen Gitarrenhersteller für ihre edlen Instrumente über Baumleichen? In unserer Gitarrenserie befragen wir renommierte Gitarrenfabrikanten, nach der Herkunft ihrer Hölzer und versuchen herauszuspüren, wie sehr sich diese ihrer Verantwortung bewusst sind.</em></p>
<p>Den Grund für die Fragenserie liefert der Gitarrenproduzent Gibson. Hier nochmals die Kürzestzusammenfassung des Gibson-Falles. Die ausführliche Geschichte zum Gibson-Fall könnt ihr <strong><a title="Edle Gitarren aus edlen Hölzern I" href="http://montagsmailer.ch/2012/04/18/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-i/">im ersten Teil der Gitarrenserie nachlesen.</a></strong></p>
<p>Im August 2011 wurden die Büro- und Fabrikgebäude von Gibson zum zweiten Mal von Bundesbeamten der US-Fisch- und Wildtierbehörde durchsucht. Unbelehrbar soll Gibson für seine Gitarren ein weiteres Mal illegale Hölzer aus Madagaskar und Indien importiert haben. Gibson reagierte auf die Anschuldigungen mit einer Medienkampagne gegen den Lacey-Act, der den Import, Export, Kauf, Verkauf, Transport, Erwerb und Zukauf von Holz oder Holzprodukten bis hin zu Papier verbietet, wenn das verwendete Holz in seinem Ursprungsland illegal gefällt wurde.</p>
<div id="attachment_1219" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-1219" title="" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/05/fenderlogo.jpg?w=600&h=519" alt="Diesmal im Visier der LAMM-Fragenkanone: Fender" width="600" height="519" /><p class="wp-caption-text">Diesmal im Visier der LAMM-Fragenkanone: Fender</p></div>
<h3>Recherchen bestätigen den Verdacht</h3>
<p>Recherchen des Zoo Zürich bestätigten, dass Gibson bereits vor drei Jahren illegal geschlagene Hölzer aus Madagaskar gekauft und in seinen Gitarren verarbeitet hatte.</p>
<p>LAMM hat sich den Gibsonfall zum Anlass genommen, weiteren Gitarrenherstellern zu schreiben und sie nach der Herkunft ihrer in den Gitarren verarbeiteten Hölzern zu fragen. In einer Serie veröffentlichen wir nun die Antworten. Der Mailverkehr wurde von uns aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.</p>
<blockquote><p>Liebe Fender Guitars</p>
<p>Ich spiele seit langem eure Gitarren – seit kurzem auch an der berklee Universität. In letzter Zeit habe ich einige Dinge in den Nachrichten über die Materialien gehört, die von Gitarrenherstellern gebraucht werden. Angeblich sollen Gitarrenhersteller für die Gitarrenhälse Rosenholz verwenden. Und trotz der Tatsache, dass der Import und Kauf von Rosenholz aus Madagaskar illegal ist, hat die Gitarrenfirma Gibson angeblich solches Rosenholz für ihre Gitarren verwendet. Andere Unternehmen verwenden Rosenholz aus Brasilien, das gemäss CITES  <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/CITES" target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/CITES</a>, ebenfalls illegal ist.</p>
<p>Deshalb möchte ich sie fragen:</p>
<p>1. Woher kommt das Rosenholz, das Sie für ihre (und daher auch meine) Gitarre verwenden?</p>
<p>2. Könnten Sie die Herkunft all ihrer Materialien auf ihrer Website deklarieren?</p>
<p>Danke bereits im Voraus für eure Geduld und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Keine der angeschriebenen Firmen war bis jetzt gesprächig. Die knappe Antwort von Fender erstaunt da kaum:</p>
<blockquote><p>Hallo</p>
<p>Danke für dein Interesse an unseren Instrumenten. Wir verstehen deine Sorgen betreffend Rosenholz, empfehlen dir aber den folgenden Link von der US-Fisch &amp; Wildtierbehörde zu lesen:</p>
<p><a href="http://www.fws.gov/news/blog/index.cfm/2011/9/22/Where-We-Stand-The-Lacey-Act-and-our-Law-Enforcement-Work" target="_blank">http://www.fws.gov/news/blog/index.cfm/2011/9/22/Where-We-Stand-The-Lacey-Act-and-our-Law-Enforcement-Work</a></p>
<p>Beste Grüsse</p></blockquote>
<p>Der Link führt zu einem Artikel, bei dem schnell klar wird, dass er unsere Frage an Fender überhaupt nicht beantwortet.  Nach einigen allgemeinen Sätzen zum Lacey-Act folgen zwei Absätze, die vor allem Musiker beruhigen sollen. Diese scheinen nämlich zu fürchten, dass auch ihre Instrumente, die sie bereits gekauft haben und seit Jahren bespielen, im Zuge der Untersuchungen beschlagnahmt werden könnten. Die Fisch&amp;Wildtierbehörde stellt in  diesem Artikel also klar, dass diese Sorgen unbegründet sind:</p>
<p style="padding-left:30px;">&#8220;To be clear: individual consumers and musicians <span style="text-decoration:underline;">are not</span> the focus of any U.S. Fish and Wildlife Service law enforcement investigations pertaining to the Lacey Act, and have no need for concern about confiscation of their instruments by the U.S. Fish and Wildlife Service.&#8221;</p>
<p style="padding-left:30px;">&#8220;Damit es deutlich gesagt ist: Einzelne Konsumenten und Musiker sind niemals Ziele irgendwelcher im Zusammenhang mit dem Lacey Act stehender  Untersuchungen der US Fisch und Wildtierbehörde. Kein Konsument und Musiker muss  befürchten, dass sein Instrument durch die US Fisch &amp; Wildtierbehörde konfisziert wird.&#8221; (Eigene Übersetzung)</p>
<p>Wir bedanken uns herzlich bei Fender für diesen aufschlussreichen Artikel, stellen aber fest:  Fender hat entweder unsere Anfrage überhaupt gar nicht verstanden oder gibt zumindest vor, unsere kritische Frage nicht verstanden zu haben. So der so ein ernüchterndes Ergebnis.</p>
<ul>
<li><a title="Edle Gitarren aus edlen Hölzern I" href="http://montagsmailer.ch/2012/04/18/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-i/">Teil I: Paul Reed Smith Guitars </a></li>
<li><a title="Edle Gitarren aus edlen Hölzern II" href="http://montagsmailer.ch/2012/04/30/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-ii/">Teil II: Godin Guitars</a></li>
<li><a title="Edle Gitarren III" href="http://montagsmailer.ch/2012/05/07/edle-gitarren-iii/">Teil III: Fender</a></li>
<li>Teil IV folgt</li>
</ul>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/montagsmailer.wordpress.com/1217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/montagsmailer.wordpress.com/1217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/montagsmailer.wordpress.com/1217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/montagsmailer.wordpress.com/1217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/montagsmailer.wordpress.com/1217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/montagsmailer.wordpress.com/1217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/montagsmailer.wordpress.com/1217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/montagsmailer.wordpress.com/1217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/montagsmailer.wordpress.com/1217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/montagsmailer.wordpress.com/1217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/montagsmailer.wordpress.com/1217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/montagsmailer.wordpress.com/1217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/montagsmailer.wordpress.com/1217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/montagsmailer.wordpress.com/1217/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1217&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Edle Gitarren aus edlen Hölzern II</title>
		<link>http://montagsmailer.ch/2012/04/30/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-ii/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 09:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Regenwald opfern wir der Kunst. So oder ähnlich muss das Motto des Gitarrenherstellers Gibson lauten. Denn für seine edlen Gitarren verwendet das amerikanische Unternehmen illegal geschlagenes Edelholz aus den Regenwäldern Madagaskars. Wie skrupellos andere Gitarrenhersteller für ihre Musikinstrumente die Umwelt schänden, erfahrt ihr im zweiten Teil unserer Montagsmailserie zu Gitarrenproduzenten. Hier eine Kürzestzusammenfassung des [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1209&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Den Regenwald opfern wir der Kunst. So oder ähnlich muss das Motto des Gitarrenherstellers Gibson lauten. Denn für seine edlen Gitarren verwendet das amerikanische Unternehmen illegal geschlagenes Edelholz aus den Regenwäldern Madagaskars. Wie skrupellos andere Gitarrenhersteller für ihre Musikinstrumente die Umwelt schänden, erfahrt ihr im zweiten Teil unserer Montagsmailserie zu Gitarrenproduzenten.</em></p>
<p>Hier eine Kürzestzusammenfassung des Gibson-Falles. Die ausführliche Geschichte zum Gibson-Fall könnt ihr <strong><a title="Edle Gitarren aus edlen Hölzern I" href="http://montagsmailer.ch/2012/04/18/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-i/">im ersten Teil der Gitarrenserie nachlesen.</a></strong></p>
<p>Im August 2011 wurden die Büro- und Fabrikgebäude von Gibson zum zweiten Mal von Bundesbeamten der US-Fisch- und Wildtierbehörde durchsucht. Unbelehrbar soll Gibson für seine Gitarren ein weiteres Mal illegale Hölzer aus Madagaskar und Indien importiert haben. Gibson reagierte auf die Anschuldigungen mit einer Medienkampagne gegen den Lacey-Act, der den Import, Export, Kauf, Verkauf, Transport, Erwerb und Zukauf von Holz oder Holzprodukten bis hin zu Papier verbietet, wenn das verwendete Holz in seinem Ursprungsland illegal gefällt wurde.</p>
<div id="attachment_1211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/04/gitarrenhc3a4lse.jpg"><img class="size-full wp-image-1211" title="Gitarrenhälse" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/04/gitarrenhc3a4lse.jpg?w=600&h=398" alt="Für harte Gitarrenhälse wird Regenwald abgeholzt (c) by PZAO" width="600" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Für harte Gitarrenhälse wird Regenwald abgeholzt (c) by PZAO</p></div>
<h3>Recherchen bestätigen den Verdacht</h3>
<p>Recherchen des Zoo Zürich bestätigten, dass Gibson bereits vor drei Jahren illegal geschlagene Hölzer aus Madagaskar gekauft und in seinen Gitarren verarbeitet hatte.</p>
<p>LAMM hat sich den Gibsonfall zum Anlass genommen, weiteren Gitarrenherstellern zu schreiben und sie nach der Herkunft ihrer in den Gitarren verarbeiteten Hölzern zu fragen. In einer Serie veröffentlichen wir nun die Antworten. Der Mailverkehr wurde von uns aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.</p>
<blockquote><p>Liebe Godin Guitars</p>
<p>Ich spiele seit langem eure Gitarren – seit kurzem auch an der berklee Universität. In letzter Zeit habe ich einige Dinge in den Nachrichten über die Materialien gehört, die von Gitarrenherstellern gebraucht werden. Angeblich sollen Gitarrenhersteller für die Gitarrenhälse Rosenholz verwenden. Und trotz der Tatsache, dass der Import und Kauf von Rosenholz aus Madagaskar illegal ist, hat die Gitarrenfirma Gibson angeblich solches Rosenholz für ihre Gitarren verwendet. Andere Unternehmen verwenden Rosenholz aus Brasilien, das gemäss CITES  <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/CITES" target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/CITES</a>, ebenfalls illegal ist.</p>
<p>Deshalb möchte ich sie fragen:</p>
<p>1. Woher kommt das Rosenholz, das Sie für ihre (und daher auch meine) Gitarre verwenden?</p>
<p>2. Könnten Sie die Herkunft all ihrer Materialien auf ihrer Website deklarieren?</p>
<p>Danke bereits im Voraus für eure Geduld und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Godin Guitars meldete sich zügig und knapp:</p>
<blockquote><p>Hallo</p>
<p>Alle Hölzer, die wir benutzen, sind FSC-zertifiziert.</p>
<p>Unsere Rosenhölzer kommen von Indien. Das meiste Holz, das wir benutzen (Zedern, Fichten, Ahorn, Pappeln, Linden, Vogelkirschen) wird lokal in Kanada angebaut.</p>
<p>Beste Grüsse</p>
<p>Godin Guitars.</p></blockquote>
<p>Schön, dass sie alle Hölzer säuberlich auflisten, doch auf der Website findet man nur bei einem einzigen Produkt das FSC-Label. Wieso bloss?</p>
<blockquote><p>Hallo</p>
<p>Danke für die schnelle Antwort. Wieso kann ich auf  eurere Website das FSC-Label nirgends sehen? Wenn ihr bereits FSC-Hölzer verwendet, wäre es ja grossartig und geradezu Gratiswerbung für Godin, wenn ihr dieses Label auch auf der Website zeigen würdet, ich kenne nämlich eine Menge Leute, die sich dafür interessieren, woher die Produkte, die sie kaufen, stammen.</p>
<p>Danke und Grüsse</p></blockquote>
<p>Godin fand unsere Frage sehr berechtigt:</p>
<blockquote><p>Hallo</p>
<p>Das ist eine sehr gute Frage. Wir werden sie bei der nächsten Teamsitzung besprechen.</p>
<p>Danke</p></blockquote>
<p>Wir freuen uns, wenn wir uns mit einem kurzen Mail tatsächlich als Traktandum in eine Teamsitzung der Marketingabteilung von Godin Guitars einbringen konnten. Löblich scheint uns, dass Godin auf lokale Holzprodukte setzt. Die Herkunft der Rosenhölzer können wir als Konsumenten natürlich schwer nachprüfen. Doch immerhin sensibilisieren wir die Gitarrenproduzenten mit unseren Fragen dafür, dass die Herkunft der Rohstoffe auch für Musiker einen Faktor beim Kaufprozess darstellt.</p>
<h3>Die Gitarrenserie:</h3>
<ul>
<li><a title="Edle Gitarren aus edlen Hölzern I" href="http://montagsmailer.ch/2012/04/18/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-i/">Teil I: Paul Reed Smith Guitars </a></li>
<li><a title="Edle Gitarren aus edlen Hölzern II" href="http://montagsmailer.ch/2012/04/30/edle-gitarren-aus-edlen-holzern-ii/">Teil II: Godin Guitars</a></li>
<li>Teil III und IV folgen</li>
</ul>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/montagsmailer.wordpress.com/1209/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/montagsmailer.wordpress.com/1209/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/montagsmailer.wordpress.com/1209/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/montagsmailer.wordpress.com/1209/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/montagsmailer.wordpress.com/1209/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/montagsmailer.wordpress.com/1209/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/montagsmailer.wordpress.com/1209/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/montagsmailer.wordpress.com/1209/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/montagsmailer.wordpress.com/1209/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/montagsmailer.wordpress.com/1209/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/montagsmailer.wordpress.com/1209/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/montagsmailer.wordpress.com/1209/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/montagsmailer.wordpress.com/1209/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/montagsmailer.wordpress.com/1209/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1209&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Edle Gitarren aus edlen Hölzern I</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 17:23:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Regenwald opfern wir der Kunst. So oder ähnlich muss das Motto des Gitarrenherstellers Gibson lauten. Denn für seine edlen Gitarren verwendet das amerikanische Unternehmen illegal geschlagenes Edelholz aus den Regenwäldern Madagaskars. Wie skrupellos andere Gitarrenhersteller für ihre Musikinstrumente die Umwelt schänden, erfahrt ihr in unserer Montagsmailserie. 2009 durchsuchte die amerikanische Bundesbehörde Fish und Wildlife [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1194&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Den Regenwald opfern wir der Kunst. So oder ähnlich muss das Motto des Gitarrenherstellers Gibson lauten. Denn für seine edlen Gitarren verwendet das amerikanische Unternehmen illegal geschlagenes Edelholz aus den Regenwäldern Madagaskars. Wie skrupellos andere Gitarrenhersteller für ihre Musikinstrumente die Umwelt schänden, erfahrt ihr in unserer Montagsmailserie.</em></p>
<div id="attachment_1199" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><a href="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/04/gitarrenhals-gibson.jpg"><img class=" wp-image-1199 " title="Der Hals des Anstosses: Gibsongitarre (c) by rockheim" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/04/gitarrenhals-gibson.jpg?w=259&h=384" alt="Der Hals des Anstosses: Gibsongitarre (c) by rockheim" width="259" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Der Hals des Anstosses: Gibsongitarre (c) by rockheim</p></div>
<p>2009 durchsuchte die amerikanische Bundesbehörde Fish und Wildlife Service  zum ersten Mal die Fabrik des Gitarrenproduzenten Gibson in Nashville, Tennessee. Sie beschlagnahmte Hölzer, Lieferdokumente und Instrumente. Das Holz für die Gibsongitarre, so der Verdacht, könnte aus illegalen Rodungen auf Madagaskar und Indien stammen.</p>
<p><strong>Umweltschutzvorreiter USA</strong></p>
<p>In den meisten Staaten wäre der Handel mit illegal gerodetem Tropenholz nicht strafbar. Lediglich die Ausfuhr geschützer Hölzer aus dem Herkunftsland wäre verboten. Anders in den USA. Seit 1900 verbietet der sogenannte Lacey-Act den Handel mit illegal gefangenen Wildtieren, Fischen und Pflanzen. 2008 ergänzte der amerikanische Kongress das Gesetz um einen entscheiden Absatz. Der Lacey-Act verbietet fortan auch den &#8220;Import, Export, Kauf, Verkauf, Transport, Erwerb und Zukauf&#8221; von Holz oder Holzprodukten bis hin zu Papier, wenn das verwendete Holz in seinem Ursprungsland illegal gefällt wurde. Mit diesem Schritt werden auch die Abnehmer und Verarbeiter von illegal geschlagenem Holz für die Rodungen verantwortlich gemacht &#8211; nur konsequent, steuern sie doch die Nachfrage nach den seltenen Bäumen.</p>
<p><strong>Ermittlungen bestätigen den Verdacht</strong></p>
<p>Umfangreiche Recherchen, an denen auch der Zoo Zürich beteiligt war, bestätigten, dass das aus Madagaskar an Gibson gelieferte Holz unmöglich aus legalen Holzplantagen stammen konnte. Denn die Edelhölzer Rosen- und Ebenholz kommen schon seit einiger Zeit nur mehr in Nationalpärken vor, wo sie seit 2000 nicht mehr gefällt werden dürfen. Doch 2009 wurde der gewählte Präsident von Madagaskar gestürzt. Seither wird wieder wild drauflos gehackt.</p>
<p>In seiner Medienmitteilung teilte der Zoo Zürich damals die Resultate seines Ermittlers Alexander von Bismarck mit: &#8220;Sieben von acht Bäumen sind illegal gefällt worden. Zudem hat Alexander von Bismarck nachgewiesen, dass der Lieferant von Gibson das Edelholz im geschützten Masoala Nationalpark einschlagen lässt.&#8221;</p>
<p><strong>Gibson: keine Einsicht</strong></p>
<p>Im August 2011 wurden die Büro- und Fabrikgebäude von Gibson zum zweiten Mal von Bundesbeamten der US-Fisch- und Wildtierbehörde durchsucht. Unbelehrbar soll Gibson ein weiteres Mal illegale Hölzer aus Madagaskar und Indien importiert haben. Gibson reagierte auf die Anschuldigungen mit einer Medienkampagne gegen den Lacey-Act und konservative Parlamentarier strengten im Parlament eine Aufweichung des revolutionären Gesetzes an.</p>
<p>LAMM hat sich den Gibsonfall zum Anlass genommen, weiteren Gitarrenherstellern zu schreiben und sie nach der Herkunft ihrer in den Gitarren verarbeiteten Hölzern zu fragen. In einer Serie veröffentlichen wir nun die Antworten. Der Mailverkehr wurde von uns aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.</p>
<blockquote><p>Liebe PRS</p>
<p>Ich spiele seit langem eure Gitarren &#8211; seit kurzem auch an der berklee Universität. In letzter Zeit habe ich einige Dinge in den Nachrichten über die Materialien gehört, die von Gitarrenherstellern gebraucht werden. Angeblich sollen Gitarrenhersteller für die Gitarrenhälse Rosenholz verwenden. Und trotz der Tatsache, dass der Import und Kauf von Rosenholz aus Madagaskar illegal ist, hat die Giarrenfirma Gibson angeblich solches Rosenholz für ihre Gitarren verwendet. Andere Unternehmen verwenden Rosenholz aus Brasilien, das gemäss CITES  <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/CITES" target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/CITES</a>, ebenfalls illegal ist.</p>
<p>Deshalb möchte ich sie fragen:</p>
<p>1. Woher kommt das Rosenholz, das Sie für ihre (und daher auch meine) Gitarre verwenden?</p>
<p>2. Könnten Sie die Herkunft all ihrer Materialien auf ihrer Website deklarieren?</p>
<p>Danke bereits im Voraus für eure Geduld und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Schon bald klingelte es in der Mailbox</p>
<blockquote><p>Hallo Gitarrenspieler</p>
<p>Danke für dein Mail an PRS Gitarren. Unser Holz kommt aus der ganzen Welt. Wir kämpfen uns durch eine unglaubliche Menge Papier um zu dokumtentieren, dass wir alles Holz legal importieren. Wir haben eine Material und Logistik Compliance-Abteilung, die alle nötigen Gesetze untersucht und sicherstellt, dass wir alle gesetzlichen Anforderungen genügen.</p>
<p>Ich hoffe du findest diese Informationen hilfreich.  Danke, dass du PRS Guitars weiterhin treu bleibst.</p>
<p>PRS Gitarren</p></blockquote>
<p>Naja, sooo hilfreich war dieses Blabla jetzt auch wieder nicht. Wir fragen nach:</p>
<blockquote><p>Hallo</p>
<p>Danke für die prompte Antwort. Ich würde aber trotzdem gerne wissen, woher PRS sein Rosenholz genau hat und, ob sie etwa FSC-zertifiziertes Holz benutzen?</p>
<p>Danke nochmals und viele Grüsse</p></blockquote>
<p>Geduldig und knapp:</p>
<blockquote><p>Hallo</p>
<p>Unser Holz kommt aus der ganzen Welt und unglücklicherweise habe ich keine Informationen dahingehend, dass unsere Hölzer FSC-zertifiziert sind.</p>
<p>Grüsse</p></blockquote>
<p>Keine besonders beruhigende Antwort. Ein paar Ländernamen hätten genügt. Doch wir ziehen unsere Schlüsse.</p>
<p>Lest im nächsten Mail, wie Godin Gitarren auf unsere Anfrage reagiert.</p>
<div id="attachment_1202" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/04/paulreedsmith.jpg"><img class="size-full wp-image-1202 " title="Paul Reed Smith aka PRS himself: Hätte er gewusst, woher sein Gitarrenhals stammt?" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/04/paulreedsmith.jpg?w=600&h=400" alt="Paul Reed Smith aka PRS himself: Hätte er gewusst, woher sein Gitarrenhals stammt?" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Paul Reed Smith aka PRS himself: Hätte er gewusst, woher sein Gitarrenhals stammt? (c) by LostBob Photos</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/montagsmailer.wordpress.com/1194/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/montagsmailer.wordpress.com/1194/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/montagsmailer.wordpress.com/1194/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/montagsmailer.wordpress.com/1194/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/montagsmailer.wordpress.com/1194/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/montagsmailer.wordpress.com/1194/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/montagsmailer.wordpress.com/1194/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/montagsmailer.wordpress.com/1194/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/montagsmailer.wordpress.com/1194/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/montagsmailer.wordpress.com/1194/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/montagsmailer.wordpress.com/1194/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/montagsmailer.wordpress.com/1194/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/montagsmailer.wordpress.com/1194/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/montagsmailer.wordpress.com/1194/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1194&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Procter &amp; Gamble verspricht Shampoo für eine bessere Welt</title>
		<link>http://montagsmailer.ch/2012/04/02/procter-gamble-verspricht-shampoo-fur-eine-bessere-welt/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 22:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Cola, Mineralwasser, Apfelschorle bewohnen alle ein und dasselbe Haus: die PET-Flasche. Das ist gut so, denn PET wird gesammelt und wiederverwertet. Unter den Shampoos und Duschgels hat die PET-Flasche auch einige wenige Freunde, doch die grosse Mehrheit ist in nicht wiedervertbarten Plastikflaschen abgefüllt. Ihre Abneigung gegen PET zu erklären, fällt nicht allen Shampooherstellern leicht. Shampoo, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1186&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Cola, Mineralwasser, Apfelschorle bewohnen alle ein und dasselbe Haus: die PET-Flasche. Das ist gut so, denn PET wird gesammelt und wiederverwertet. Unter den Shampoos und Duschgels hat die PET-Flasche auch einige wenige Freunde, doch die grosse Mehrheit ist in nicht wiedervertbarten Plastikflaschen abgefüllt. Ihre Abneigung gegen PET zu erklären, fällt nicht allen Shampooherstellern leicht.</em></p>
<p>Shampoo, Süssgetränke, Putzmittel oder Milchprodukte sind alles Bewohner von Plastikflaschen. Doch Plastikflasche ist nicht gleich Plastikflasche. Denn Plastik ist ein Überbegriff für ein Erdölprodukt, das es in unzähligen Variationen, sogenannten Plastiksorten, gibt. Nur wenige dieser Plastiksorten werden in der Schweiz gesammelt und wiederverwertet.</p>
<p>Dank einem Gesetz sind die Verkäufer und Produzenten von Getränken gezwungen systematisch PET-Flaschen einzusammeln und sie Recyclingcentern zuzuführen. In Eigenregie sammeln die  grossen Detailhandelsketten zudem Plastik der Sorte &#8220;PE&#8221;. PE-Flaschen zu sammeln lohnt sich für Migros und Coop. Denn in eben diese PE-Flaschen füllen ihre Fabriken Rahm und Milch ab.</p>
<h4>Eine Extrawurst für Shampoo, Duschgel und Putzmittel?</h4>
<p>Nebst Cola, Apfelschorle, Milch und Rahm finden sich in Plastikflaschen aber auch Shampoos, Duschgel und Putzmittel wieder. Während Getränkeproduzenten ihre Softdrinks und Mineralwasser ausschliesslich in PET-Flaschen abfüllen, Milchverarbeiter ihre Erzeugnisse praktisch immer in PE-Büchschen verkaufen, zeigen sich Hersteller von Shampoo und Spühlmittel weniger wählerisch: Tatsächlich gibt es Duschgels und Shampoos, die in PET-Flaschen abgefüllt sind. Andere hingegen wie die Shampoos von Pantene pro-V, einer Marke des Konsumgüterkonzerns Procter&amp;Gamble, stecken in Flaschen, die aus komplexeren Plastiksorten gefertigt sind. Diese können nicht wiederverwertet werden. Sie landen im normalen Haushaltsmüll, werden verbrannt und das Erdöl, aus dem sie bestehen, ist für immer verloren.</p>
<div id="attachment_1188" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-1188" title="PanteneWerbung" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/04/pantenewerbung.jpg?w=600&h=401" alt="Shampoo in Plastikflasche: Wieso nicht gleich in PET abfüllen?" width="600" height="401" /><p class="wp-caption-text">Shampoo in Plastikflasche: Wieso nicht gleich in PET abfüllen?</p></div>
<p>Da es durchaus Duschgel- und Shampooflaschen gibt, die aus dem wiederverwertbaren PET gefertigt sind, stellt sich die Frage, wieso Pantene pro-V ihre Flaschen nicht auch aus dieser umweltfreundlicheren Plastiksorte herstellt?</p>
<blockquote><p>Liebe Procter&amp;Gamble<br />
Ich mag ihre Produkte grundsätzlich sehr. Besonders Ihre Shampoos und Duschgels sagen mir zu. Doch ich habe eine Frage:</p>
<p>Wieso sind ihre Pantene Shampoos nicht in PET-Flaschen abgefüllt?</p>
<p>Diese kann ich in der Schweiz recyclen. Die anderen Plastiksorten nicht. Bei der grossen Menge, die sie verkaufen (und die ich auch kaufe), würde sich der Umstieg auf PET umwelttechnisch doch lohnen.</p>
<p>Ich hoffe sie können meine Frage beantworten und verbleibe mit erwartungsvollen Grüssen</p></blockquote>
<p>Dieses Mail schickten wir der Konzernzentrale von Procter&amp;Gamble insgesamt sechs (!) Mal, bis wir dann nach etwa einem Jahr Wartezeit folgende Antwort erhielten:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Kunde,</p>
<p>vielen Dank für Ihre E-Mail bezüglich der Verpackungen unserer Produkte.Für uns als Hersteller ist es natürlich von großem Interesse zu erfahren, wenn es Kritik an unseren Produkten gibt. .</p>
<p>Im Rahmen der Strategie von P&amp;G, verantwortlich zu wachsen, wird auf eine langfristige  ökologische Nachhaltigkeitsvision hingearbeitet. Ein Bestandteil dieser Vision ist es, für alle Produkte und Verpackungen 100 % erneuerbare oder wiederverwertete Materialien zu verwenden. Detaillierte Informationen dazu finden Sie auf unserer Internetseite: <a href="http://www.pg.com/de_DE/" target="_blank">http://www.pg.com/de_DE/</a></p>
<p>Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag.</p></blockquote>
<p>Um diese allgemein gehaltene Antwort auf ihren Gehalt zu analysieren, bietet es sich an einen genauen Blick auf die in diesem Mail gebrauchte Sprache der Marketingabteilung von Procter &amp; Gamble zu werfen.</p>
<p>P&amp;G will &#8220;verantwortlich wachsen&#8221; und hat dafür eine Strategie entworfen. Toll. Natürlich hat diese Strategie einen Rahmen und innerhalb dieses Rahmens will man auf eine langfristige ökologische Nachhaltigkeitsvision hinarbeiten. Der Rahmen muss also recht gross sein, denn man will nicht sofort &#8220;verantwortlich wachsen&#8221;, sondern erst eine Nachhaltigkeitsvision entwickeln. Diese kann natürlich auch nicht knallfall entworfen werden, nein, man muss auf sie hinarbeiten. Wir verstehen. Das braucht natürlich Zeit. Viel Zeit. Aber man rede ja auch von einer Vision. Und was ist eine Vision? Gemäss Duden hat dieses von allen Marketingabteilungen der Welt heissgeliebte Wort drei Bedeutungen. Es bezeichnet</p>
<p>a) eine übernatürliche Erscheinung als religiöse Erfahrung.</p>
<p>b) eine optische Halluzination</p>
<p>c) ein in jemandes Vorstellung besonders in Bezug auf Zukünftiges entworfenes Bild.</p>
<p>Ja, diese Vision, die P&amp;G in seiner Strategie entwirft, zeigt also eine Zukunft mit Verpackungen, die zu 100% aus erneuerbaren oder wiederverwertbaren Materialien bestehen.</p>
<p>Für P&amp;G mag dies eine Vision, eine Halluzination oder geradezu eine übernatürliche Erscheinung sein.  Für Getränkehersteller und verschiedene andere Shampooproduzenten, die ihre Produkte heute schon in simple PET-Flaschen abfüllen, ist diese Vision bereits Realität.</p>
<div id="attachment_1187" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-1187 " title="Procter&amp;GambleHauptsitz" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/04/proctergamblehauptsitz.jpg?w=600" alt="Der Hauptsitz von Procter &amp; Gamble in Cincinnati, wo Strategien und Visionen entstehen (c) by Tysto"   /><p class="wp-caption-text">Der Hauptsitz von Procter &amp; Gamble in Cincinnati, wo Strategien und Visionen entstehen</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/montagsmailer.wordpress.com/1186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/montagsmailer.wordpress.com/1186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/montagsmailer.wordpress.com/1186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/montagsmailer.wordpress.com/1186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/montagsmailer.wordpress.com/1186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/montagsmailer.wordpress.com/1186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/montagsmailer.wordpress.com/1186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/montagsmailer.wordpress.com/1186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/montagsmailer.wordpress.com/1186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/montagsmailer.wordpress.com/1186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/montagsmailer.wordpress.com/1186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/montagsmailer.wordpress.com/1186/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/montagsmailer.wordpress.com/1186/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/montagsmailer.wordpress.com/1186/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1186&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">PanteneWerbung</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Ist das Biofilet tatsächlich umweltfreundlicher als das Filet vom konventionell gezüchteten Rind?</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 18:49:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer mehr Konsumenten geben immer mehr Geld für biologisch angebaute Lebensmittel aus. Doch mit dem Erfolg der als gesund und umweltfreundlich angepriesenen Nahrung, wächst auch die Gruppe der Kritiker. Ihre kühne Behauptung: Bio ist weder grün noch gesund. Das folgende Montagsmail klärt mit einem Fallbeispiel, ob die Grundsatzkritik berechtigt ist. Es sind gute Zeiten für [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1176&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Immer mehr Konsumenten geben immer mehr Geld für biologisch angebaute Lebensmittel aus. Doch mit dem Erfolg der als gesund und umweltfreundlich angepriesenen Nahrung, wächst auch die Gruppe der Kritiker. Ihre kühne Behauptung: Bio ist weder grün noch gesund. Das folgende Montagsmail klärt mit einem Fallbeispiel, ob die Grundsatzkritik berechtigt ist.</em></p>
<p>Es sind gute Zeiten für Biobauern. Immer mehr Produkte aus biologischer Landwirtschaft füllen die Regale der Supermärkte. Und immer mehr dieser Bioprodukte werden tatsächlich gekauft. Der Umsatz von Coops Biomarke Naturaplan wuchs alleine im Jahr 2010 um vier Prozent. Auch die Migros will vom Bioboom profitieren. Im Februar gab sie eine  Zusammenarbeit mit der deutschen Bio-Kette Alnatura bekannt. In gemeinsamen Läden sollen ausschliesslich Bioprodukte verkauft werden.  Da freuen sich nicht nur Biobauern, sondern auch umweltbewusste Konsumenten.</p>
<p><strong>Wachsende Kritik an Biolandwirtschaft</strong></p>
<p>Doch ist die Freude tatsächlich angebracht? Sind Bioprodukte wirklich besser, gesünder und umweltfreundlicher? Wie die biologische Landwirtschaft in breitere Gesellschaftsschichten vordringt, werden auch immer mehr Stimmen laut, welche die Überlegenheit der Bioprodukte anzweifeln. So verkündete Nina Fedoroff, Präsidentin der Wissenschaftsgesellschaft AAAS, in der <em>NZZ am Sonntag</em> Bioprodukte seien weder gesund noch umweltfreundlich. Die steile These vermochte sie in ihrem Interview nicht mit wissenschaftlichen Beweisen zu unterlegen. Stattdessen flüchtete sie sich in Allgemeinplätze und verleumdete Biokonsumenten und Biobauern als verrückte Mystiker.</p>
<p>Wie umweltfreundlich Bioprodukte im Vergleich zu konventionell produzierten Lebensmitteln tatsächlich sind, lässt sich natürlich von einem Blog wie LAMM nicht wissenschaftlich untersuchen. Doch vielleicht können wir ja mit einem kleinen Beispiel zeigen, wie unqualifiziert Fedoroffs Grundsatzkritik ist.</p>
<p><strong>Fallbeispiel Viehzucht</strong></p>
<p>Es bietet sich, an Biofleisch mit Fleisch aus konventioneller Viehzucht zu vergleichen. Denn die Fleischproduktion verschlingt besonders viel Wasser und &#8211; gerade in der konventionellen Viehzucht &#8211; extrem viel Futtermittel wie Soja. Dieses wird zu einem Grossteil aus Brasilien importiert. Für den Sojaanbau roden die brasilianischen Bauern riesige Flächen an Regenwald. Seit 2003 wurden den Sojafeldern mehr  als 70&#8217;000 Quadratkilometer Regenwald geopfert.</p>
<div id="attachment_1177" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/03/8370098_m.jpg"><img class="size-full wp-image-1177" title="8370098_m" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/03/8370098_m.jpg?w=600&h=401" alt="Wo es jetzt aussieht wie im Schweizer Mittelland, war einst brasilianischer Regenwald. Der Grund für diesen Wandel: Hungrige Schweizer Kühe." width="600" height="401" /></a><p class="wp-caption-text">Wo es jetzt aussieht wie im Schweizer Mittelland, war einst brasilianischer Regenwald. Der Grund für diesen Wandel: Hungrige Schweizer Kühe.</p></div>
<p>Eine solche Umweltschädigung wär mit einem Biolabel selbstverständlich kaum zu vereinbaren. Wir haben uns also an Biosuisse gewandt und in Erfahrung zu bringen versucht, woher das Soja, das den Biokühen verfuttert wird, stammt.</p>
<blockquote><p>Guten Tag</p>
<p>Da ich grossen Wert auf eine gesunde und umweltfreundliche Ernährung lege, kaufe ich viele Knospenprodukte. Vor allem wenn ich wieder einmal Lust auf ein Stück Fleisch habe, achte ich darauf, dass die Knospe auf der Verpackung ist. Was mich aber schon länger wunder nimmt, ist wie Bio Suisse mit der Sojaproblematik im Regenwald umgeht. Viele Rinder und Schweine in der Schweiz werden ja mit Soja gefüttert, welches auf gerodeten Regenwaldflächen angebaut wird. Werden auch die Knospen-Tiere mit Soja aus dem Regenwald gefüttert?</p>
<p>Ich würde mich sehr über eine kurze Antwort freuen.</p></blockquote>
<p>Die Antwort liess nicht lange auf sich warten.</p>
<blockquote><p>Guten Tag</p>
<p>Danke für Ihr Interesse und Ihre Anfrage, die sich nicht mit ja/nein beantworten lässt, aus der Gesamtsicht von Bio Suisse (Biovorschriften, Importpolitik, Entwicklung) jedoch wie folgt. Die Rodungsproblematik zu Soja ist bekannt, ebenso die Risiken von GVO- und Monokulturen. Die Kriterien für die Knospe-Produktion gelten grundsätzlich auch für die Anerkennung von ausländischen Biorohwaren und Futtermitteln, wenn Sie in der Schweiz mit der Knospe gehandelt werden. Für spezifische Situationen ausserhalb der Schweiz, arbeitet Bio Suisse laufend an der Festlegung der Gleichwertigkeit. In den Umsetzungsbestimmungen ist schon seit langer Zeit festgelegt, dass Rodungen von sogenannten „High Conservation Value Areas“ nicht als Bioanbauflächen akzeptiert werden. Wenn für eine Parzelle ursprünglich einmal unzulässig gerodet wurde, so darf dies nicht nach 1994 stattgefunden haben, damit die Fläche auf Bioanbau umgestellt und anerkannt werden kann. Damit wird der ökonomische Anreiz zu einer solchen Flächenschaffung verhindert.</p>
<p>Importierte Biosoja, die von Bio Suisse anerkannt ist, darf verfüttert werden. Im Durchschnitt der letzten 4–5  Jahre stammte rund ein Drittel der Sojaeinfuhren von Betrieben in China, ein kleiner Teil aus brasilianischen Kleinbauernkooperativen und mehr als die Hälfte aus Europa (v.a. Italien, ferner Ungarn, Rumänien, Österreich).</p>
<p>Für Wiederkäuer gilt allerdings nach Knospe-Richtlinien, dass Kraftfutter nur bis maximal 10 % der Gesamtration eingesetzt werden darf (wobei Soja wiederum nur ein Teil der Futtermischung ist). Das ist im Vergleich wenig (die CH-Bioverordnung limitiert bei 40 %). Rinder verzehren zum grössten Teil Raufutter und das soll auch weiter gefördert werden, weil die Verfütterung grosser Mengen von Kraftfutter zwei Grundsätzen des Biolandbaus widerspricht: dem der artgerechten Tierfütterung und dem Grundsatz, dass Wiederkäuerfutter nicht in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung stehen soll. Zu den Bestrebungen in dem Bereich s. Artikel im Anhang sowie unter:  http://www.fibl.org/de/service/nachrichtenarchiv/meldung/article/gesund-nur-heu-und-gras-fuer-kuehe.html</p>
<p>Wenn man vom problematischen Sojaanbau spricht, muss unterschieden werden zwischen unterschiedlichen Anbaumethoden. Bio Suisse ist Mitglied des Netzwerks nachhaltige Soja und erfüllt von vornherein dessen Kriterien, die aber mit nicht biologischem Anbau nicht gleichzusetzen sind: www.bio-suisse.ch/de/presse/news.php?ID_news=617.</p>
<p>Biowissen allgemein: http://www.bio-suisse.ch/de/bio-wissen.php</p>
<p>Freundliche Grüsse</p>
<p>Qualitätssicherung und -entwicklung</p></blockquote>
<p>Leider fressen also auch Biokühe Soja aus dem Regenwald. Aber weniger als die herkömmlichen Kühe, da Biosuisse zur Hälfte europäische Soja unter die Kühe bringt. Ob die chinesische Sojabohne besser ist als die brasilianische können wir nicht beurteilen. Erfreulich ist, dass Biokühe insgesamt weniger Soja und dafür mehr Heu und Grass (Raufutter) vertilgen. Leider klärt uns Biosuisse nicht darüber auf, wie es diesbezüglich bei den Bioschweinen und Biohühnern aussieht.</p>
<p>Der Vergleich von Bio- mit konventionell gezüchtetem Vieh zeigt klar: Biofleisch schont den Regenwald und ist somit umweltfreundlich. Noch umweltfreundlicher wäre synthetisch im Labor hergestelltes Fleisch, en guete.</p>
<div id="attachment_1180" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-1180 " title="regenwaldabholzungleoffreitas" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/03/regenwaldabholzungleoffreitas.jpg?w=600&h=399" alt="Nur weil die Grenze sauber gezogen ist, muss sie deswegen noch lange nicht legal sein: Illegal gerodeter Regenwald in Brasilien. (c) by Leonardo Freitas " width="600" height="399" /><p class="wp-caption-text">Nur weil die Grenze sauber gezogen ist, muss sie deswegen noch lange nicht legal sein: Illegal gerodeter Regenwald in Brasilien. (c) by Leonardo Freitas</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/montagsmailer.wordpress.com/1176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/montagsmailer.wordpress.com/1176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/montagsmailer.wordpress.com/1176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/montagsmailer.wordpress.com/1176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/montagsmailer.wordpress.com/1176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/montagsmailer.wordpress.com/1176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/montagsmailer.wordpress.com/1176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/montagsmailer.wordpress.com/1176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/montagsmailer.wordpress.com/1176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/montagsmailer.wordpress.com/1176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/montagsmailer.wordpress.com/1176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/montagsmailer.wordpress.com/1176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/montagsmailer.wordpress.com/1176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/montagsmailer.wordpress.com/1176/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1176&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Für die Müllhalde: die Anti-Litteringkampagne der SBB zielt am Problem vorbei</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 16:30:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Blech- und Glassammelstellen in jedem Quartier, PET-Container sogar in den abgelegensten Bergtälern: Nicht ganz zu Unrecht preist sich die Schweiz stolz als &#8220;Recyclingweltmeister&#8221;. Sich auf den Lorbeeren auszuruhen, ist dennoch kaum angebracht. Immer wieder zeigt der Vergleich mit Nachbarländern, dass noch grosses Verbesserungspotential vorhanden wäre. Vor zehn Monaten haben wir in einem ausführlichen Montagsmail die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1167&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Blech- und Glassammelstellen in jedem Quartier, PET-Container sogar in den abgelegensten Bergtälern: Nicht ganz zu Unrecht preist sich die Schweiz stolz als &#8220;Recyclingweltmeister&#8221;. Sich auf den Lorbeeren auszuruhen, ist dennoch kaum angebracht. Immer wieder zeigt der Vergleich mit Nachbarländern, dass noch grosses Verbesserungspotential vorhanden wäre.<strong> </strong></em></p>
<p>Vor zehn Monaten haben wir in einem ausführlichen Montagsmail die Sammelsysteme der Schweiz und Deutschlands diskutiert und festgestellt: <a href="http://montagsmailer.ch/2011/05/23/der-recyclingweltmeister-tut-sich-mit-dem-recyclen-von-milchflaschen-schwer/" target="_blank">Deutsche Konsumenten können ihren Haushaltsmüll bequemer recyceln</a>.</p>
<p>Auch ausserhalb der eigenen vier Wände haben es unsere Nachbaren einfacher. Ob der nach Abfallsorten getrennten Abfalleimer auf den deutschen und italienischen (!) Bahnhöfen hat schon manch Schweizer Reisender gestaunt. Auf SBB-Bahnhöfen bleibt auch dem umweltbewussten Passagier nicht viel anderes übrig, als Dose, Glasflasche und Serviette in ein und denselben Abfalleimer zu stopfen. In den Zügen scheitert der Recyclingwillige an der gleichen Hürde: Ein Abfalleimer für den ganzen Müll. Deutsche Züge hingegen, zumindest die  neueren Modelle, bieten eine komplette Recyclingstation an.</p>
<div id="attachment_1168" class="wp-caption aligncenter" style="width: 358px"><a href="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/03/litteringkampagne1.jpg"><img class="size-full wp-image-1168" title="Litteringkampagne1" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/03/litteringkampagne1.jpg?w=600" alt="Auch in einer Aludose steckt viel Energie. Ohne Recycling ist diese verloren."   /></a><p class="wp-caption-text">Auch in einer Aludose steckt viel Energie. Ohne Recycling ist diese verloren.</p></div>
<p>Alles halb so schlimm, wenn denn die SBB die gesammelten Abfälle sortieren würde. <a href="http://montagsmailer.ch/2009/10/05/kann-ich-im-zug-meinen-abfall-korrekt-entsorgen/" target="_blank">Ob sie das tut, haben wir vor langer Zeit bereits einmal in Erfahrung zu bringen versucht</a>.  Kurz nach der positiven Antwort der SBB, berichtete jedoch die Sonntagspresse, dass der Recyclingversuch der SBB wegen Überlastung eingestellt wird. Zeit also, nachzufragen. Schliesslich hat die SBB auch neue Züge bestellt. Vielleicht halten diese ja eine Recyclingstation bereit, die dem Rang eines Weltmeisters würdig ist?</p>
<blockquote><p>Liebe SBB</p>
<p>Schon seit Jahren habe ich ein Halbtax und fahre regelmässig mit dem Zug. Ich bin auch sehr zufrieden mit dem Service der SBB – dies mal vorweg.</p>
<p>Vor kurzem war ich aber auf dem Weg nachhause. Wir waren Schlitteln auf der Rigi. Auf der Heimfahrt im Zug tranken wir ein Bier. Als jemand von uns mühsam versuchte die leere Bierdose in das kleine Kübeli zu stopfen, wurde in der Runde die Frage aufgeworfen, was mit dem Abfall geschieht, welchen wir im Zug in diese Kübeli stopfen. Ich nahm eigentlich an, dass die SBB den Müll aus den kleinen Kübelis sortiert, also Alu, PET, Papier und Glass vom restlichen Müll trennt. Diese Meinung teilten aber nicht alle meine Mitfahrer, weshalb ich nun bei Ihnen nachfrage.</p>
<p>Trennt die SBB den Abfall aus den Zügen? Falls nicht: planen Sie ihrer Kundschaft eine Möglichkeit zur Verfügung zu stellen den Müll getrennt zu entsorgen. So wie man das in einigen Zügen der Deutschen Bahn kann? Dort hat es am Anfang und am Ende jedes Wagens Sammelcontainer für die verschiedenen Abfallarten.</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Auch bei der Kundenbetreuung zeigen sich die Bundesbahnen flink:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Dame</p>
<p>Besten Dank für Ihre Anfrage.<br />
Es freut uns, dass Sie mit unserer Dienstleistung sehr zufrieden sind &#8211; merci für die netten Worte.</p>
<p>Ihr Anliegen können wir folgendermassen beantworten:<br />
Die bisherigen Versuche der Abfalltrennung in Zürich und  Winterthur sind leider sehr enttäuschend verlaufen. Die Zeitungen aus den Zügen werden an allen Wagenreinigungsstandorten separat gesammelt und dem Altpapierrecycling zugeführt. An verschiedenen Bahnhöfen werden die gesammelten Abfälle nachträglich von Hand getrennt (PET, Glas, Alu). Bei der Aufstellung von zusätzlichen Trenn- und Sammelbehälter darf auch der sicherheitstechnische Aspekt nicht ausser Acht gelassen werden (Verstellen der Kundenzirkulationsräume mit Mobiliar).</p>
<p>Gemäss Getränkeverpackungsverordnung müssen die Verkaufsstellen von  PET- und Alugetränkegebinden auch eine entsprechendes  Entsorgungsbehältnis anbieten. Aufgrund von Erfahrungen bei der DB AG und von früheren Versuchen bei der SBB wird eine Trennung durch den Kunden zu wenig akzeptiert. Die SBB ist daher daran bessere Lösungen für eine nachträgliche Trennung zu suchen, ohne aber die im Zusammenhang mit der Anti-Litteringkampagne gemachten Erfahrungen zu vernachlässigen.</p>
<p>Die Trennung des Abfalls ist nicht generell geregelt. Das heisst, dass in einigen Stützpunkten in der Schweiz nicht getrennt werden kann. Dies aus organisatorischen Gründen z.B. fehlende Infrastruktur, Platzverhältnisse etc. Wir sind an der Trennung des Abfalls grundsätzlich interessiert, jedoch nur an Standorten die über die entsprechenden Anlagen verfügen. Schon beim Einsammeln sollte getrennt werden. Wo dies nicht möglich ist, beschäftigt sich ein oder mehrere Mitarbeiter mit manueller Sortierung des Abfalls (keine sehr angenehme Arbeit). In den Unterhaltswerkstätten wird der meiste Abfall getrennt und speziell entsorgt. Grundsätzlich streben wir eine Trennung an, ist aber nicht immer so einfach.</p>
<p>In Kürze starten wir eine neue Anti-Littering-Kampagne, bei der wir der Wegwerfmentalität entgegenwirken wollen und an Anstand und Sitte appellieren.</p>
<p>Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen zu dienen und wünschen Ihnen weiterhin gute Fahrt mit den öffentlichen Transportunternehmungen.</p>
<p>Freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>So flink die SBB geantwortet hat, so schwammig fielen ihre Erklärungen aus. Was meint die SBB denn mit „bisherige Versuche der Abfalltrennung in Zürich und Winterthur“? Bezieht sie sich da auf die Sortierung der aus dem Zug gesammelten Abfälle von Hand? Inwiefern können die enttäuschend verlaufen? Entweder man sortiert sie, oder man lässt es bleiben. Nach Abfallsorten aufgeschlüsselte Sammelstellen haben wir in Zürich oder Winterthur noch gar nie entdecken dürfen.</p>
<p>Dass Altpapier, das eingesammelt wird, separat dem Recycling zugeführt wird, ist nett, aber eigentlich auch nur selbstverständlich. Uns würde interessierten, an welchen Bahnhöfen heute der Abfall von Hand getrennt wird? In der Sonntagszeitung hiess es damals, dass die im Zug gesammelte Müllmenge inzwischen zu gross sei, als dass sie sich noch von Hand trennen liesse.</p>
<h3>Haben Deutschland und Italien geschicktere Kundenzirkulationsraumgestalter?</h3>
<p>Auch für den Einwand, dass zusätzliche Trenn- und Sammelbehälter den „Kundenzirkulationsraum“ verstellen könnten, haben wir eher wenig Verständnis. Dafür lässt sich sicherlich eine Lösung finden. Schliesslich können die italienischen und deutschen Bahnhofarchitekten nicht so viel geschickter sein, als die Kundenzirkulationsraumgestalter der SBB.</p>
<p>Die SBB meint zudem, dass die Kunden die bereits gemachten Angebote (auch die der DB) zu wenig akzeptiert hätten. Daraus schliesst sie wohl, dass es auch in Zukunft keine Entsorgungsstationen für Glas, Metall oder PET im Zugsinneren braucht. Lieber investiert sie ihr Geld in eine Anti-Litteringkampagne. Eine Kampagne also, die die Leute auffordert das von der SBB gemachte Angebot eines Abfalleimers zu benutzen. Wieso nicht gleich Recyclingstationen in die neuen Züge einbauen und das Geld in eine Kampagne investieren, die zum Recyceln auffordert? Ein Plakat, auf dem ein Mann freudig eine Aludose in den normalen Abfalleimer wirft und somit dem Recycling entzieht, dürfte dem Image eines Recyclingweltmeister kaum angemessen sein…</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/montagsmailer.wordpress.com/1167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/montagsmailer.wordpress.com/1167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/montagsmailer.wordpress.com/1167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/montagsmailer.wordpress.com/1167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/montagsmailer.wordpress.com/1167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/montagsmailer.wordpress.com/1167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/montagsmailer.wordpress.com/1167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/montagsmailer.wordpress.com/1167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/montagsmailer.wordpress.com/1167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/montagsmailer.wordpress.com/1167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/montagsmailer.wordpress.com/1167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/montagsmailer.wordpress.com/1167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/montagsmailer.wordpress.com/1167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/montagsmailer.wordpress.com/1167/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1167&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bei Tropenholz wird die Biber Umweltprodukte GmbH schwach</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 18:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachhaltigkeitslügen haben Hochkonjunktur. Manche der Lügen sind so schlecht wie offensichtlich. Zum Beispiel wenn der Lastwagenproduzent MAN sich als grünes Unternehmen anpreist, nur weil er versucht besonders effiziente Dieselmotoren zu produzieren. Andere Lügen hingegen sind geschickt getarnt und selbst für geübte Lügendetektoren wie LAMM nicht einfach zu entdecken. Solche Lügen nämlich, die sich in Versandkatalogen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1148&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nachhaltigkeitslügen haben Hochkonjunktur. Manche der Lügen sind so schlecht wie offensichtlich. Zum Beispiel wenn der Lastwagenproduzent MAN sich als grünes Unternehmen anpreist, nur weil er versucht besonders effiziente Dieselmotoren zu produzieren. Andere Lügen hingegen sind geschickt getarnt und selbst für geübte Lügendetektoren wie LAMM nicht einfach zu entdecken. Solche Lügen nämlich, die sich in Versandkatalogen von Umweltprodukten verstecken.</em></p>
<p>Unter den unzähligen Werbebeilagen, die sich Tag für Tag auf verschlungenen Pfaden trotz &#8220;Keine Werbung&#8221;-Kleber am Briefkasten in die LAMM-Zentrale schleichen, findet sich der Versandkatalog der Biber Umweltprodukte GmbH. Der Katalog war der Neuen Zürcher Zeitung beigelegt. Ein geschickter Schachzug, denn ist die Zeitung erstmals durchgeblättert, nimmt man sich &#8211; wenn man schon dabei ist &#8211; auch die Werbebroschüren vor.</p>
<h3>Tropenholz im Umweltversand</h3>
<p>Unter den sogenannten &#8220;Umweltprodukten&#8221;, die Biber verkauft, findet sich auch ein Hocker aus Teakholz. Teakholz? Tropenholz? Dann aber doch hoffentlich FSC-zertifziert, sodass damit nicht zur Abholzung des Regenwald beigetragen wird, dachte Ligapräsidentin Harker und suchte nach dem FSC-Siegel im Katalog: Fehlanzeige. Stattdessen stiess sie bloss auf die nichtssagende Phrase &#8220;aus kontrollierter Plantage&#8221; &#8211; eine Bezeichnung, die Greenpeace für &#8220;nicht akzeptabel&#8221; befindet.</p>
<div id="attachment_1150" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/02/regenwaldehemals.jpg"><img class="size-full wp-image-1150" title="Der hier wenig nachhaltig abgeholzte Regenwald landete in amerikanischen Kinderbüchern. Für die Teakmöbelproduktion muss der Urwald oft ähnlich bluten. (c) by Rainforest Action Network" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/02/regenwaldehemals.jpg?w=600&h=450" alt="Der hier wenig nachhaltig abgeholzte Regenwald landete in amerikanischen Kinderbüchern. Für die Teakmöbelproduktion muss der Urwald oft ähnlich bluten. (c) by Rainforest Action Network" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Der hier wenig nachhaltig abgeholzte Regenwald landete in amerikanischen Kinderbüchern. Für die Teakmöbelproduktion muss der Urwald oft ähnlich bluten. (c) by Rainforest Action Network</p></div>
<p>Da sich der Biber Umweltprodukteversand gemäss seiner Website der &#8220;Nachhaltigkeit verpflichtet&#8221; fühlt und &#8220;die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen behutsam nutzen&#8221; will, wandten wir uns flugs ans Bibersekretariat.</p>
<blockquote><p>Guten Tag</p>
<p>Soeben habe ich ihr Versandmagazin als NZZ-Beilage durchgeblättert. Ich habe mich sehr darüber gefreut, das sich der Biber-Versand der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt. Auch das sie den CO2-Ausstoss ihrer Versände kompensieren, finde ich toll. Beim anschauen der Produkte ist mir aber aufgefallen, dass nirgends erwähnt ist, was für Holz sie für ihre Produkte verwenden. Wirklich nachhaltig wären Holzprodukte nur dann, wenn sie zum Beispiel das Label FSC tragen würden &#8211; vor allem beim Holzhocker aus Teakholz, welches ja in Regenwälder abgebaut wird (<a href="http://www.wwf.ch/de/derwwf/themen/wald/wwf_engagement/fsc/holzfuhrer/teak.cfm" target="_blank">http://www.wwf.ch/de/derwwf/themen/wald/wwf_engagement/fsc/holzfuhrer/teak.cfm</a>). Sie schreiben zwar, dass das Holz von „kontrollierten Plantagen“ kommt, aber ohne Label habe ich als Konsument überhaupt keine Kontrolle bezüglich der ökologischen und sozialen Richtlinien, welche da angeblich „kontrolliert“ werden.</p>
<p>Wieso bieten sie kein FSC-gelabelten Holzprodukte an?</p>
<p>Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.</p>
<p>Vielen Dank und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Am Computer sind Biber offenbar nicht ganz so flink wie im Wasser. Erst nach hartnäckigem Nachfragen erhielten wir eine Antwort:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Dame</p>
<p>vielen Dank für Ihr Schreiben vom 07.11.2011 zum Thema FSC-Zertifizierung.</p>
<p>Nachhaltig sind für uns ausgezeichnet verarbeitete Produkte, die ihren Zweck über viele Jahre und Jahrzehnte gut erfüllen. Sorgfältig wählen wir sowohl unsere Produkte als auch unsere Lieferanten aus. Dabei sind wir stets bemüht unsere Produkte von zumeist kleinen Handswerksbetrieben aus dem europäischen Raum zu beziehen.</p>
<p>Der von Ihnen angesprochene Teakholzhocker wird aus &#8221;Abfallprodukten&#8221; hergestellt. Das heißt, dass der Hocker aus den Stümpfen bzw. Wurzelstöcken der geschnittenen Bäume gewonnen wird. Andernfalls hätte man die Wurzeln ausgegraben und verbrannt. In diesem Sinne kann man das Material, aus dem unser Hocker hergestellt wird, auch als Abfallprodukt bezeichnen. Der Hocker, analog weitere Teakholzobjekte aus unserem Sortiment (Kugel 908198,Schale 416578, Terassenkerze in Reisschlale 251230) sind demzufolge Recyclingprodukte. Eben diese &#8220;Reste&#8221; des Baumes unterliegen keiner Zertifizierung.</p>
<p>Unser Teakmöbel hingegen wird, aus zum Verfall freigegebenen Gebäuden, alten Bänken u.ä. gewonnen. Auch diese &#8220;alten/antiken&#8221; Hölzer werden mit Gewissheit nicht zertifiziert.</p>
<p>Obwohl wir uns mittlerweile eine ganz eigene Meinung zum Thema FSC-Zertifizierung gebildet haben, finden Sie auch FSC-zertifizierte Artikel in unserem Sortiment &#8211; z.B. unsere Sportwand (458110) im Hauptkatalog auf Seite 60. Gerne schicken wir Ihnen unseren aktuellen Winterkatalog 2011 zu, wenn Sie dies wünschen.</p>
<p>Wir bemühen uns, sehr geehrte Dame, laufend darum, nachhaltig gefertigte Produkte zu finden und anzubieten. Sie können sicher sein, dass wir uns ausschließlich auf renommierte Lieferanten verlassen.</p>
<p>Ich hoffe Sie ein wenig beruhigt zu haben und hoffe, dass Sie uns auch weiterhin gewogen bleiben und unser Sortiment studieren.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen/ Best regards</p>
<p>Biber Umweltprodukte<br />
Versand GmbH<br />
<strong></strong></p></blockquote>
<p>Löblich die Vorsätze des Biber Umweltprodukteversands. Regionale Handwerksbetriebe sollten natürlich bevorzugt werden. Bei einem Hocker aus Tropenholz ist dies aber ein Versprechen mit wenig Aussagekraft.</p>
<p>Der Hocker sei aus Abfallprodukten hergestellt, erklärt man uns und hofft, dass dies den Tropenholzhocker zu einem nachhaltigen Produkt macht. Doch woher kommen überhaupt die Abfallprodukte? Ist die Plantage, auf der die Bäume gefällt wurden, FSC-zertifiziert oder nicht? Biber schweigt sich darüber aus. Schade, denn nur wenn die Plantage, von der die Wurzelstöcke stammen, FSC-zertifziert ist, ist auch der aus Abfallprodukten hergestellte Hocker tatsächlich einigermassen nachhaltig.</p>
<p>Der Tropenholzhocker soll aber, so Biber, gar ein Recyclingprodukt sein. Wurzelstöcke sind ja bekanntlich Abfall. Und was aus Abfall besteht, ist ein Recyclingprodukt.</p>
<p>Eine Behauptung, so einfach wie falsch:  eine klassische Nachhaltigkeitslüge halt.</p>
<div id="attachment_1149" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/02/teaklastwagen.jpg"><img class="size-full wp-image-1149 " title="Alte Teakholztüren: Möglicherweise auch Recyclingprodukte? (c) by Benny Lin" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/02/teaklastwagen.jpg?w=600&h=401" alt="Alte Teakholztüren: Möglicherweise auch Recyclingprodukte? (c) by Benny Lin" width="600" height="401" /></a><p class="wp-caption-text">Alte Teakholztüren: Möglicherweise auch Recyclingprodukte? (c) by Benny Lin</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/montagsmailer.wordpress.com/1148/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/montagsmailer.wordpress.com/1148/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/montagsmailer.wordpress.com/1148/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/montagsmailer.wordpress.com/1148/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/montagsmailer.wordpress.com/1148/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/montagsmailer.wordpress.com/1148/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/montagsmailer.wordpress.com/1148/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/montagsmailer.wordpress.com/1148/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/montagsmailer.wordpress.com/1148/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/montagsmailer.wordpress.com/1148/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/montagsmailer.wordpress.com/1148/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/montagsmailer.wordpress.com/1148/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/montagsmailer.wordpress.com/1148/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/montagsmailer.wordpress.com/1148/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1148&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kann Starbucks sein Versprechen an die Umwelt einhalten?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 19:34:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Umweltverschmutzer oder erfinderische Recyclingvorreiter? Milliarden an Kartonbecher gehen jedes Jahr über die 19‘000 Kaffeebartheken von Starbucks. Becher, die nicht rezykliert werden können, weil sie mit dünnem Plastik beschichtet sind. Dass diese Abfallflut dem Image schadet, hatte Starbucks früh erkannt. Bis 2012 wollte man nur mehr rezyklierbare Becher  verkaufen. Einfacher gesagt, als getan. 18‘887 Kaffehäuser betreibt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1137&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Umweltverschmutzer oder erfinderische Recyclingvorreiter? Milliarden an Kartonbecher gehen jedes Jahr über die 19‘000 Kaffeebartheken von Starbucks. Becher, die nicht rezykliert werden können, weil sie mit dünnem Plastik beschichtet sind. Dass diese Abfallflut dem Image schadet, hatte Starbucks früh erkannt. Bis 2012 wollte man nur mehr rezyklierbare Becher  verkaufen. Einfacher gesagt, als getan.</em></p>
<p>18‘887 Kaffehäuser betreibt Starbucks weltweit. Gemäss eigenen Angaben verkaufte der Kaffeebarmulti bereits 2006 mehr als 2.3 Milliarden Kaffees in Kartonbecher – eine Zahl, die in den letzten fünf Jahren nochmals gestiegen sein dürfte. Die Kartonbecher stellen für Starbucks ein grosses Problem dar. Wegen der dünnen Plastikbeschichtung sind sie nämlich nicht rezyklierbar. 2.3 Milliarden Kartonbecher also, die verbrannt werden müssen oder – noch schlimmer – in Ländern, wie Guatemala oder Griechenland, wo Starbucks ebenfalls präsent ist,  einfach am Strassenrand verrotten. Für einen Konzern, der sich bereits 1992 in einem Umweltleitbild zu einer nachhaltigen Unternehmensführung verpflichtet hat, stellt diese Abfallflut eine mittlere Katastrophe dar.</p>
<div id="attachment_1138" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/01/starbucks-cups.jpg"><img class="size-full wp-image-1138 " title="starbucks cups" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/01/starbucks-cups.jpg?w=600&h=450" alt="Die Becher des Anstosses: Eine feinste Schicht Plastik lässt Recyclingträume platzen" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Die Becher des Anstosses: Eine feinste Schicht Plastik lässt Recyclingträume platzen (c) by Carolyn Coles</p></div>
<p>Dem Multi muss man zugute halten, dass er das Problem erkannt hat. 2008 versprach Starbucks CEO Howard Schultz an einem Managementseminar, dass bis 2012 alle Starbucks-Becher 100% rezyklierbar sein würden. Der Kaffeemulti forschte und suchte nach einem Becher, der rezyklierbar und günstig zu produzieren ist – bislang erfolglos. Das Jahr 2012 hat bereits begonnen und immer noch erhält, wer einen „Kaffee zum Mitnehmen“ verlangt, einen mit Plastik beschichteten Kartonbecher.</p>
<p>Doch vielleicht hat Starbucks ja einen Wunderbecher in der Pipeline. Ein Becher, der sich in Luft auflöst, sobald der Kaffee getrunken ist. Oder ein Becher, so leicht wie Karton und so langlebig und stabil wie Porzellan. Ein Becher also, der so grün ist wie die Farbe des Starbucksschriftzugs.</p>
<blockquote><p>Lieber Starbucks</p>
<p>Ich mag euren Kaffee sehr. Und seitdem er auch noch Fairtrade zertifiziert wird, trinke ich ihn auch ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Danke sehr.</p>
<p>Doch letzthin bin ich auf etwas aufmerksam gemacht worden, was meinen Starbucksbesuch stört. Eure Pappkartonbecher sind nicht recyclebar. Zumindest nicht in der Schweiz. Und zwar wegen der Beschichtung. Jedes Jahr verkauft ihr sicherlich viele solche Becher (auch an mich).</p>
<p>Wieso entwickelt ihr nicht Kartonbecher, die rezykliert werden können?</p>
<p>Ich würde mich freuen, wenn ihr mir das erklären könntet.</p>
<p>Ein grosses Dankeschön schon im Voraus und liebe Grüsse</p></blockquote>
<p>Nach einigem hartnäckigen Nachfragen erbarmte sich Starbucks den neugierigen Kaffeetrinkern:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr</p>
<p>Bitte entschuldigen Sie, dass Sie nie eine Antwort von uns erhalten haben, das scheint irgendwie untergegangen zu sein.</p>
<p>Leider ist es nicht so einfach, recyclebare Kartonbecher zu produzieren, wir haben diese Option bereits einmal angeschaut und sind immer wieder am Klären, ob es nicht doch noch eine Lösung gibt. Konkret geplant ist momentan aber nichts.</p>
<p>Freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Wir zitieren: <em>„Konkret geplant ist momentan aber nichts.“</em> Das lässt kaum Raum für Hoffnung auf eine grüne Becherrevolution. Weiterhin werden also Milliarden an Kartonbechern über die Starbuckstheken wandern, von schlürfenden Konsumenten kurz spazieren geführt, bevor sie dann in einem alle Rohstoffe begierig für immer verschlingenden Abfalleimer dem Kreislauf entzogen werden. Wir verzichten also weiterhin auf den Gang in die Kaffeebar, deren Logo eine grüne Sirene ziert.</p>
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		<title>Lancias Werbespot verspottet Menschen mit Sprachgefühl</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 15:15:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Sprachwitz will Lancia zum Autokauf motivieren. Doch Wortspiele sind Glückssache. Manchmal würde aber nur schon ein Blick in den Duden genügen, um groben sprachlichen Unfug zu verhindern. Sein neues Modell &#8220;New Ypsilon&#8221; wollte der italienische Autobauer Lancia mit einer besonders phantasievollen Kampagne bewerben.  Nebst Anzeigen, Plakaten und Radiospots produzierte  man einen TV-Spot mit Hollywoodstar [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=montagsmailer.ch&#038;blog=9589627&#038;post=1121&#038;subd=montagsmailer&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit Sprachwitz will Lancia zum Autokauf motivieren. Doch Wortspiele sind Glückssache. Manchmal würde aber nur schon ein Blick in den Duden genügen, um groben sprachlichen Unfug zu verhindern. </em></p>
<p>Sein neues Modell &#8220;New Ypsilon&#8221; wollte der italienische Autobauer Lancia mit einer besonders phantasievollen Kampagne bewerben.  Nebst Anzeigen, Plakaten und Radiospots produzierte  man einen<a href="http://www.youtube.com/watch?v=-GWyDdQ40Rs" target="_blank"> TV-Spot mit Hollywoodstar Vincent Cassel, (Matrix, Black Swan).</a> Der Franzose mit dem schmierigen Bad-Boy Image doziert im 30 Sekunden langen Filmchen, das auf Youtube in seiner Originalversion leider nur mehr auf Französisch verfügbar ist, darüber, was Luxus, Gier und Überfluss bedeuten und ob materieller Luxus glücklich macht: &#8220;Partys, Schmuck, Juwelen, Verschwendung, Mehr! Ist das Erfolg? Geht es darum, was wir besitzen?&#8221; Sein durchaus einleuchtendes Fazit: &#8220;Manchmal sind die einfachsten Dinge der grösste Luxus im Leben&#8221;. Der Werbespot schliesst mit der Parole: &#8220;Luxus ist ein Recht&#8221;.</p>
<div id="attachment_1122" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/01/luxusisteinrecht.png"><img class="size-full wp-image-1122" title="luxusisteinrecht" src="http://montagsmailer.files.wordpress.com/2012/01/luxusisteinrecht.png?w=600&h=291" alt="Luxus ist ein Recht: Mit seinem Kampagnenslogan begeht Lancia zumindest einen sprachlichen Faux-Pas" width="600" height="291" /></a><p class="wp-caption-text">Luxus ist ein Recht: Mit seinem Kampagnenslogan begeht Lancia zumindest einen sprachlichen Faux-Pas</p></div>
<h3><strong>Botschaft, die dem Kampagnenziel zuwiderläuft</strong></h3>
<p>An  Cassels Monolog wäre eigentlich nichts auszusetzen. Ja, er spricht uns geradezu aus dem Herzen. Materieller Überfluss und Verschwendung machen nicht glücklich. Wenn schon, dann bewusster Konsum von Notwendigem.</p>
<p>Doch zwei Dinge an der ganzen Kampagne verwirren uns. Erstens, wieso verwendet Lancia solche konsumkritischen Überlegungen, um zum Autokauf aufzurufen? Und zweitens: Wie kann Luxus ein Recht sein? Luxus ist definiert dadurch, dass er eben nicht jedem zugänglich ist, weil er &#8220;den normalen Rahmen (der Lebenshaltung o. Ä.) übersteigt&#8221; (Quelle: Duden). Zudem widerspricht Luxus in seiner Definition als &#8220;verschwenderischer, nicht notwendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand&#8221; (Ebenfalls Duden) fundamental den Ausführungen Cassels im Clip.</p>
<p>Zeit für ein Mail an Lancia:</p>
<blockquote><p>Guten Tag</p>
<p>Vor kurzem bin ich an einem ihrer neuen Plakate für den Lancia New Ypsilon vorbeigekommen. Das Plakat hat mir eigentlich sehr gefallen – nur den Werbespruch fand ich ein wenig bedrückend. Auf ihren Plakaten steht: „ Luxus ist ein Recht“. Wenn aber etwas ein Recht ist, dann steht es allen zu. Gerade Luxus definiert sich ja aber dadurch, dass er nicht für alle verfügbar ist. Es wäre ja schön, wenn alle Menschen den Zugang zu Luxus hätten. Aber ich denke, dass dies bei der momentanen Lage auf der Welt schon in Europa nicht möglich ist. Deshalb stimmte mich ihr Werbespruch nachdenklich.</p>
<p>Vielleicht habe ich die Werbung ja falschverstanden. Deshalb wäre ich um eine Erklärung froh. Wie ist der Werbespruch zu verstehen?</p>
<p>Ich würde mich sehr über eine Antwortfreuen.</p>
<p>Vielen Dank und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Mit den Werbeplakaten wollte man die Kunden natürlich nicht nachdenklich sondern kauffreudig stimmen. Das Missverständnis musste also aus der Welt geräumt werden:</p>
<blockquote><p>Besten Dank für Ihre Rückmeldung und interessanten Anmerkungen betreffend  unserer Headline &#8220;Luxus ist ein Recht.&#8221; im Zusammenhang mit der New Ypsilon Lancierungskampagne.</p>
<p>Grundsätzlich sollte mit der Kampagne ausgedrückt werden, dass Luxus nicht    &#8211; wie oftmals verstanden wird &#8211; daraus besteht, möglichst  teure/kostspielige Objekte zu besitzen, sondern dass Luxus auch aus kleinen  erschwinglichen oder auch immateriellen Dingen (je nach individuellem    Interesse) bestehen kann.</p>
<p>Leider, und da müssen wir Ihnen Recht geben, ist die Headline &#8220;Luxus ist ein Recht.&#8221; nicht unbedingt gut geeignet, um diese Message auf einem Plakat zu übermitteln. Im TV funktionierte sie etwas besser, da noch einige zusätzliche Ausführungen gemacht werden konnten. Auf den Plakaten    waren auch wir mit dieser Headline nicht glücklich.</p>
<p>Als Konsequenz wurde dann auch im Zuge der zweiten Kommunikationswelle die Headline auf &#8220;Eleganz ist ein Recht&#8221; abgeändert.</p>
<p>Wir können Ihnen versichern, dass es nie unsere Absicht war, die ernsthaften und Grundlegenden Existenzprobleme zu ignorieren und stattdessen zu behaupten, es gehe primär nur um Luxus. Dass aber nur schon dieser Eindruck entstehen konnte, bedauern wir sehr.</p>
<p>Wir bedanken uns nochmals für Ihre interessanten Hinweise und hoffen, Ihre offenen Fragen hinreichend beantwortet zu haben.</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen</p>
<p>Fiat Group Automobiles Switzerland SA</p></blockquote>
<p>Auf unsere Frage erhalten wir ein mit (un)sinnigen Sätzen vollgepacktes Mail, das nach einer Analyse schreit.</p>
<p>Fiat, dem Lancia gehört, erklärt, dass man mit dem Clip eine noble Botschaft unters Volk bringen wollte: &#8220;Luxus kann auch aus kleinen, erschwinglichen oder auch immateriellen Dingen bestehen.&#8221;</p>
<p>1. Das Ziel der Kampagne war natürlich Kunden zum Kauf des New Ypsilon zu motivieren und nicht Bewussstseinsbildung der nachhaltigen Art zu betreiben.</p>
<p>2. Die Parole &#8220;Luxus ist ein Recht&#8221; sollte den Kunden mitteilen, dass jeder ein Anrecht darauf hat Luxusgüter zu besitzen. Lancia stellt solch ein Luxusgut her, das für jeden erschwinglich ist: den Lancia New Ypsilon.</p>
<p>3. ABER: Der Lancia New Ypsilon ist weder ein immaterielles Gut,  noch ist er ausserordentlich günstig. Für den Kleinwagen gibt man zwischen 12&#8217;000 und 19&#8217;000 Euro aus. Ein stolzer Preis für ein winziges Auto.</p>
<p>4. UND: Selbst wenn der Lancia New Ypsilon eher ein kleineres Exemplar der Gattung Auto darstellt, ist er noch lange nicht das, was man sich vorstellt, wenn man von etwas &#8220;Kleinem&#8221; redet. Er ist ein Auto. Ein Auto ist niemals &#8220;klein&#8221;.</p>
<p>5. Die Botschaft &#8220;Luxus kann auch aus kleinen, erschwinglichen oder auch immateriellen Dingen bestehen&#8221; lässt sich also nicht dazu verwenden, ein Auto zu bewerben. Erst recht nicht Lancia New Ypsilon.</p>
<h3>Für absichtlichen Zynismus schlichtwegs zu schlecht</h3>
<p>Immerhin hat Fiat &#8211; wenn auch aus anderen Gründen &#8211; eingesehen, dass diese Headline mit ihrer Botschaft nicht funktioniert . Dass es nie Fiats Absicht war, &#8220;ernsthafte und grundlegende Existenzprobleme zu ignorieren und stattdessen zu behaupten, es gehe primär nur um Luxus&#8221;, glauben wir sofort. Wer so weit gedacht hat, hätte sich nie mit einem solch schlechten Wortspiel zufrieden gegeben. Solche unglaublich zynische und böse Überlegungen könnte nur ein wahrer Bösewicht mit einem brillanten Gehirn anstellen. Ein Bösewicht etwa, wie Vincent Cassels ihn jeweils in seinen Filmen mimt&#8230;.</p>
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