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		<title>Starbucks steht der Kaffeesatz bis zum Hals</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 09:16:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor einem halben Jahr hat LAMM beim Kaffee-Riesen nachgefragt, was eigentlich mit all dem anfallenden Kaffeesatz passiert. Starbucks suche nach Lösungen, erzählte man uns. Jetzt wollten wir wissen, wie weit der grüne Riese auf seiner Suche schon gekommen ist. Die helvetischen Starbucks-Zahlen sind beeindruckend: 49 Filialen betreibt der amerikanische Kaffee-Riese in der Schweiz, 21 alleine]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vor einem halben Jahr hat LAMM beim Kaffee-Riesen nachgefragt, was eigentlich mit all dem anfallenden Kaffeesatz passiert. Starbucks suche nach Lösungen, erzählte man uns. Jetzt wollten wir wissen, wie weit der grüne Riese auf seiner Suche schon gekommen ist.<span id="more-1967"></span></em></p>
<p>Die helvetischen Starbucks-Zahlen sind beeindruckend: 49 Filialen betreibt der amerikanische Kaffee-Riese in der Schweiz, 21 alleine in der Stadt Zürich. Damit hat unser Land die höchste Starbucks-Dichte, weltweit!</p>
<figure id="attachment_1968" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1968" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-1968" title="Biogasanlage" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/06/Biogasanlage.jpg" alt="" width="720" height="378" /><figcaption id="figcaption_attachment_1968">Idyllisch gelegene Biogasanlage: Hier könnte Kaffeesatz zu Energie werden</figcaption></figure>
<p>Leider scheint Starbucks nicht in allen Belangen so zielstrebig voranzuschreiten wie beim Bau neuer Kaffeehäuser. Die Verwertung seiner riesigen Kaffeesatzberge, geht der selbstdeklarierte Nachhaltigkeitsvorreiter lieber gemütlich an. Vor einem halben Jahr (im Dezember 2012) haben wir bei Starbucks nachgefragt, was man denn mit all dem Kaffeesatz anfange. Unser Vorschlag: Man könnte die braunschwarzen Haufen doch in eine Kompogasanlage bringen und damit wertvolles Biogas produzieren.</p>
<p>Starbucks antwortete uns mit folgendem Mail:</p>
<blockquote><p><em>Sehr geehrte Dame<br />
Herzlichen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an Starbucks.<br />
Zurzeit haben wir keine bestimmten Richtlinien für die Verwendung unserer grossen Mengen an Kaffeesatz. Wir arbeiten hierfür jedoch an Lösungen. Es würde uns freuen, wenn Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder melden und nochmals nachfragen.<br />
Freundliche Grüsse und einen schönen Sonntag</em></p></blockquote>
<p>Die Antwort liegt eine Weile zurück. Wir waren neugierig, wie weit Starbucks denn inzwischen mit seiner Lösungssuche vorwärts gekommen ist. In gut fünf Monaten müsste sich der grüne Riese doch sicher bewegt und auf den richtigen Weg gemacht haben.</p>
<p>Wir fragen also nach:</p>
<blockquote><p><em>Guten Tag </em></p>
<p><em>Vor einem halben Jahr hat es mich wunder genommen, was Starbucks eigentlich mit dem ganzen Kaffeesatz macht, der in den Filialen anfällt (siehe Mail unten). </em></p>
<p><em>Haben sie in der Zwischenzeit eine Lösung gefunden?<br />
Ich würde mich über eine Antwort freuen.</em></p>
<p><em>Vielen Dank und freundliche Grüsse</em></p></blockquote>
<p>Genau wie beim letzten Mal kam das knappe Antwortschreiben postwendend zurück:</p>
<blockquote><p><em>Sehr geehrte Frau </em></p>
<p><em>Wir müssen Ihnen leider auch heute mitteilen, dass momentan keine einheitliche Entsorgungsstrategie von Kaffeesatz für die Schweiz geplant ist.</em></p>
<p><em>Freundliche Grüsse<br />
Starbucks</em></p></blockquote>
<p>Starbucks hat also noch immer keine Ahnung, was es mit seinen Kaffeesatzbergen anstellen könnte. Noch schlimmer: Aus „wir arbeiten an Lösungen“ wurde „[es ist] keine Entsorgungsstrategie geplant“. Soll und darf man ob solch leerer Versprechen den restlichen Nachhaltigkeitsgelübden von Starbucks noch trauen?</p>
<p>Nun denn, machen wir es wie die illustren TV-Wahrsager und hocken wir uns im Kreis um den täglich wachsenden Kaffeesatzberg. Schaut hinein, schaut tief hinein in die schwarze Pulver-Brühe. Was seht ihr? Was könnt ihr erkennen? Nicht viel… Ah doch, das ist was! Ein grüner Riese, der von der nachhaltigen Meute für seinen sturen, ignoranten Grind gescholten wird. „Mei-mei, Starbucks!“</p>
<p>Dabei wär es doch so einfach. Eines versprechen wir: Wir bleiben wachsam und behalten den Kaffeekonzern im Auge, grosses LAMM-Ehren-Geblöke.</p>
 <p><a href="http://montagsmailer.ch/?flattrss_redirect&amp;id=1967&amp;md5=c5478625affb4c533fbfde2e2e3ea6dc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://montagsmailer.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Linkschleuder #3</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 09:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>montagsmailer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Investitionen in erneuerbare Energien stagnieren &#8212; ein untergehendes Land &#8212; Fahrradverleihsysteme &#8211;Zugreisen in Europa &#8212; Ozonloch &#8212; Veranstaltungstipp Der neue Bericht der UN-Umweltprogramms UNEP zeigt, dass die Investitionen in erneuerbare Energien leicht zurückgehen. Interessanter Erkenntnis des Berichts dürfte aber sein, dass in Schwellen- und Entwicklungsländern bald ähnlich viel Geld (112 Mrd. US-Dollar) in Windränder, Biogas-]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Investitionen in erneuerbare Energien stagnieren &#8212; ein untergehendes Land &#8212; Fahrradverleihsysteme &#8211;Zugreisen in Europa &#8212; Ozonloch &#8212; Veranstaltungstipp</em> <span id="more-1943"></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.unep.org/pdf/GTR-UNEP-FS-BNEF2.pdf" target="_blank">Der neue Bericht der UN-Umweltprogramms UNEP</a> zeigt, dass die Investitionen in erneuerbare Energien leicht zurückgehen. Interessanter Erkenntnis des Berichts dürfte aber sein, dass in Schwellen- und Entwicklungsländern bald ähnlich viel Geld (112 Mrd. US-Dollar) in Windränder, Biogas- und Solaranlagen oder kleine Wasserkraftwerke investiert wird wie in den Industrieländern (132 Mrd. US-Dollar). Die Medienmitteilung der UNEP <a href="http://www.unep.org/newscentre/Default.aspx?DocumentID=2718&amp;ArticleID=9542&amp;l=en" target="_blank">findet ihr hier</a>. Den ganzen Bericht könnt ihr <a href="http://www.unep.org/pdf/GTR-UNEP-FS-BNEF2.pdf" target="_blank">hier lesen</a>.</li>
</ul>
<ul>
<li>Manche Länder, wird&#8217;s bald nicht mehr geben. Reuters Fotograf David Gray (nicht verwandt mit dem Chefredaktor von LAMM Dorian Gray) <a href="http://www.guardian.co.uk/artanddesign/gallery/2013/jun/14/pacific-island-nation-of-kiribati-in-pictures?CMP=twt_fd" target="_blank">hat eines davon portraitiert.</a></li>
</ul>
<p><a href="http://bikes.oobrien.com/london/"><img class="alignleft size-full wp-image-1944" title="linkschleuder 3" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/06/linkschleuder-3.png" alt="" width="720" height="330" /></a></p>
<ul>
<li>Zürich <a href="http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/ein-velo-mobility-fuer-zuerich-die-stadt-testet-zwei-systeme" target="_blank">testet ja momentan zwei verschiedene Veloausleihsysteme</a>. Andere Städte sind da schon bedeutend weiter. Ein Blogger hat sich die Mühe gemacht und <a href="http://oliverobrien.co.uk/2013/05/the-top-world-bikeshare-cities/" target="_blank">die Daten der grössten Veloausleihsysteme der Welt gesammelt</a> und für jede Stadt eine interaktive Karte erstellt, die in Echtzeit anzeigt, an welcher Station wie viele Velos frei sind. Crazy&#8230; <a href="http://bikes.oobrien.com/london/" target="_blank">Hier geht&#8217;s nach London.</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Wo wir schon bei Transportmitteln sind. Diese interessante <a href="http://fakeisthenewreal.org/subway/" target="_blank">Vergleichskarte zeigt U-Bahnsysteme verschiedener grosser Städte im selben Massstab</a>, sodass ein Vergleich auch wirklich möglich ist.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wir LÄMMer reisen viel mit dem Zug. Daher wissen wir auch, dass internationale Zugreisen in Europa nicht gerade einfach zu organisieren sind. Nur schon herauszufinden, ob eine Sitzreservation notwendig ist, kann sich schwierig gestalten. Und die Preise varieren je nach Buchungsort. Auf Trenitalia.it sind die Tickets schon mal deutlich günstiger als auf SBB.ch &#8211; für die gleiche Strecke. <a href="http://www.verkehrsclub.ch/de/reisen/europa-mit-dem-zug.html" target="_blank">Der VCS hat eine Seite zusammengestellt, die alle möglichen Infos für Zugreisen in Europa zusammenfasst.</a> Toll!</li>
</ul>
<h3>Veranstaltungshinweis:</h3>
<ul>
<li><a href="http://naturschutz.ch/kalender/event/grosskonzerne-oder-familienbetriebe-landwirtschaft-der-zukunft" target="_blank">An der Universität Bern diskutieren am nächsten Donnerstag, dem 20. Juni, um 19:00 Uhr</a> unter anderem der Präsident des Bauernverbandes, ein Vertreter der DEZA und ein Ökonom die spannenden Fragen, wie viel freie Marktwirtschaft es in der Landwirtschaft braucht und wie eine nachhaltige Landwirtschaft aussehen kann.</li>
</ul>
<h3>Zum Schluss noch etwas Erfreuliches:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/schutzschicht-vor-uv-strahlung-das-ozonloch-schliesst-sich-1.1695377" target="_blank">Das Ozonloch schrumpft. </a></li>
</ul>
<h3>Keine Linkschleuder mehr verpassen:</h3>
<ul>
<li><a title="RSS Feed Presseschau" href="http://montagsmailer.ch/category/presseschau/feed/" target="_blank">RSS-Feed abonnieren</a></li>
<li><a title="Twitterlamm" href="http://twitter.com/ZwitscherLAMM" target="_blank">LAMM auf Twitter folgen</a></li>
<li><a href="http://facebook.com/montagsmailer" target="_blank">LAMM auf Facebook folgen</a></li>
</ul>
 <p><a href="http://montagsmailer.ch/?flattrss_redirect&amp;id=1943&amp;md5=e3dc6d92264cb89c62cf099999f7d8e3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://montagsmailer.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wir fordern: Freiheit für alle Tabs dieser Welt!</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 11:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>montagsmailer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Calgonit, lokaler Marktführer bei der Herstellung von Reinigungsmitteln, verpackt seine Geschirrspül-Tabs einzeln in Plastikfolien. Das wäre nicht nötig, wie ein aufwendiges LAMM-Experiment beweist. Calgonit kanns gar nicht sauber genug sein. Der Hersteller von Geschirrspültabs ist voll des Lobes für seine reinigenden Wunderwürfel und verspricht potentiellen Kunden diamantene Standards und kristallklare Weingläser vom wolkenlos blauen Himmel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Calgonit, lokaler Marktführer bei der Herstellung von Reinigungsmitteln, verpackt seine Geschirrspül-Tabs einzeln in Plastikfolien. Das wäre nicht nötig, wie ein aufwendiges LAMM-Experiment beweist.<span id="more-1783"></span></em></p>
<figure id="attachment_1787" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1787" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-1787" title="Calginitwerbung1" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/04/Calginitwerbung1.jpg" alt="" width="720" height="397" /><figcaption id="figcaption_attachment_1787">Sauberes Geschirr kann richtig wütend machen: Standbild aus dem legendären Calgonit-Werbespot von 1995</figcaption></figure>
<p>Calgonit kanns gar nicht sauber genug sein. Der Hersteller von Geschirrspültabs ist voll des Lobes für seine reinigenden Wunderwürfel und verspricht potentiellen Kunden diamantene Standards und kristallklare Weingläser vom wolkenlos blauen Himmel herab. Keine Essensreste, keine Fettkrusten oder Kalkflecken sollen den sparsamen Spülgang dank den ultrastarken Reinigungskräften der Calgonit Tabs überleben. Das Kundenversprechen strotzt vor Superlativen. Die Calgonit PR-Menschen haben das Image ihres Produktes kräftig aufpoliert. Auch wir LÄMMER bedienen uns ab und zu der magischen Calgonit Tabs. Denn sie tun ihren Dienst. Und dank unserer modernen Maschine verbrauchen wir beim Geschirrspülen erst noch weniger Wasser als beim traditionellen „vo Hand abwäsche“.</p>
<p>Doch, wie hat es Calgonit denn eigentlich mit der Nachhaltigkeit? Nebst den chemischen Stoffen, die sich bei jedem Spülgang unweigerlich ins Abwasser mischen, weisen die Waschmaschinentabs noch eine andere ökologische Ungereimtheit auf: Die handelsüblichen Calgonit „FINISH“ Tabs, die in einer schönen Kartonschachtel vom Supermarkts-Regal herabblicken, sind regelrechte Verpackungssünden. Zusätzlich zu der schützenden Hauptverpackung (die erwähnte Kartonschachtel) sind die Tabs nämlich einzeln in Plastikfolien abgepackt. Jedes Tab für sich. Wieso der verschwenderische Blödsinn? Wir haben bei Calgonit nachgefragt:</p>
<blockquote><p>Liebes Calgonit Team</p>
<p>Seit langem verwende ich für meine Waschmaschine eure &#8220;finish powerball&#8221; Tabletten und bin sehr zufrieden mit deren Putzkraft. Nach dem Waschgang sind die Teller jeweils strahlend weiss, die Gläser blitzblank, was will man mehr.</p>
<p>Eine Frage hätte ich aber an euch: Euch ist die Umweltverträglichkeit eurer Tabletten ja offenbar ein grosses Anliegen. Immerhin prangen auf euren Verpackungen die Logos von &#8220;Sustainable Cleaning&#8221; und &#8220;Unser Zuhause &#8211; Unsere Erde&#8221;. Das finde ich super! Trotzdem sind all eure Tabletten einzeln in eine Plastikhülle abverpackt. Ist das denn wirklich nötig? Könnte man die vielen Plastikhüllen nicht einfach weglassen? Die Umwelt würde euch das sicherlich danken.</p>
<p>Vielen Dank für eure Antwort und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p><span style="font-style: normal;">Ein netter Herr der Firma hat uns umgehend aufgeklärt:</span></p>
<blockquote><p>Hallo</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Schutz der Umwelt hat neben Kundezufriedenheit und Produktqualität einen hohen Stellenwert in unserem Unternehmen. Da unsere finish Tabs, wie viele Wasch- und Maschinenspülpulver, hygroskopisch (wasseranziehend) sind, dient die Folienverpackung dem Schutz der Produktqualität. Dies kann durch die Kartonverpackung nicht gewährleistet werden. Derzeit bietet sich keine kostenneutrale Alternative zu der Folienlösung, welches unter Umweltgesichtspunkten günstiger wäre</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Calgonit</p></blockquote>
<p>Das leuchtet auf den ersten Blick ein. Calgonit verpackt die Tabs einzeln, weil die sonst Feuchtigkeit aufsaugen und innert Kürze zerfallen würden. Doch, ist das wirklich so?</p>
<p>Zeit für ein klärendes LAMM-Experiment. Wir haben eine Packung Calgonit Tabs gekauft, jeden einzelnen Tab aus seiner Plastikhülle herausgeschält, die Tabs am üblichen Ort unter unserem Küchenspülbecken aufbewahrt, zwei Monate lang gewartet und dann nachgeschaut, wie weit die frei herumliegenden Tabs in ihrem feinsäuberlichen Verwesungsprozess schon fortgeschritten sind. Ergebnis des langen Wartens: Die befreiten Tabs waren äusserlich unversehrt, genau so hart und ganz wie die abgepackten Tabs der Vergleichsgruppe, und auch beim Geschirrspülen haben sie uns voll überzeugt. Nach zwei Monaten der totalen Freiheit haben die Tabs also weder an physischer Härte, noch an säubernder Funktionalität verloren.</p>
<p>Wir glauben, Calgonit erzählt uns allen ein schmutziges Märchen. Befreit eure Tabs, Calgonit, und spart euch den Plastik für die überflüssigen Einzelverpackungen. Das wäre eine wirklich saubere Sache!</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://montagsmailer.ch/?flattrss_redirect&amp;id=1783&amp;md5=a441195350852968fd443ae9e0ea06b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://montagsmailer.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linkschleuder #2</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 06:32:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eindrückliche Diashows zu den Folgen von wenig nachhaltigem Wirtschaften &#8212; Rückschlag für die Biokakaoproduktion &#8212; Foodsharing &#8212; Dokumentarfilm über den Uranabbau in Afrika &#8212; American Apparel Gründer im Interview Während in Deutschland Land überflutet wird, leiden andere Regionen auf der Welt an Wassermangel. Die New York Times zeigt in eindrücklichen Bildern und einer Reportage wie in]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eindrückliche Diashows zu den Folgen von wenig nachhaltigem Wirtschaften &#8212; Rückschlag für die Biokakaoproduktion &#8212; Foodsharing &#8212; Dokumentarfilm über den Uranabbau in Afrika &#8212; American Apparel Gründer im Interview</em></p>
<ul>
<li>Während in Deutschland Land überflutet wird, leiden andere Regionen auf der Welt an Wassermangel. Die <em>New York Times</em> zeigt <a title="Bilder NYTimes Wasserknappheit" href="http://www.nytimes.com/slideshow/2013/05/20/us/20130520-PLAINS.html" target="_blank">in eindrücklichen Bildern</a> und <a href="http://www.nytimes.com/2013/05/20/us/high-plains-aquifer-dwindles-hurting-farmers.html" target="_blank">einer Reportage</a> wie in Kansas und Texas einst fruchtbare Ackerflächen verdorren, weil die vor fünfzig Jahren angezapften Grundwasserquellen versiegen. Dass in Wüsten Wasser knapp ist, erstaunt kaum. In Chiles Hochland verschärft eine Kupfermine aber das Problem zusätzlich. Um die Konflikte mit Gemeinden zu entschärfen, will die Mine nun verbrauchtes Wasser mit Regenwürmern zu reinigen: <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-05/fs-kupfermine-chile-2" target="_blank"><em>ZEITOnline</em> zeigt dies in bizarren Bildern</a>.</li>
</ul>
<ul>
<li><a style="font-size: medium;" href="http://www.taz.de/Schokohersteller-reduziert-Bioanbau/!117370;beta/" target="_blank">Ritter Sport stellt den Anbau seines Biokakaos in Nicaragua ein. </a><span style="font-size: medium;">Neu soll nach den weniger strengen UTZ-Richtlinien produziert werden. Diese erlauben beispielsweise den Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden. </span></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.taz.de/Urnbbu-im-Kongo/!117530;beta/" target="_blank">Afrika boomt und braucht mehr Energie. Atomkraftwerke sollen diese Energie liefern.</a> Und auch die restliche Welt braucht Uran. Zwei Jahre lang reiste Regisseur Marcel Kolvenbach durch Afrika auf der Suche nach Informationen und Bildern zu den Folgen, die der Uranabbau und die neue Atomindustrie für Umwelt und Menschen haben. Entstanden ist ein sehenswerter Dokumentarfilm, den der <em>WDR</em> gestern Abend gezeigt hat. <del>Sobald wir irgendwo einen legalen Link zum Film finden, liefern wir den euch.  </del><a href="www.youtube.com/watch?v=IRe9eDizbVw" target="_blank">Auf Youtube findet ihr den Film in sechs Teilen.</a><del><br />
</del></li>
</ul>
<ul>
<li>Es ist Sonntag und Mensch A hat in seinem Kühlschrank eine Milch knapp vor dem Verfalldatum, die er aber nicht mehr braucht. Mensch B braucht unbedingt eine Milch, hat aber keine zuhause. <a href="http://foodsharing.de/" target="_blank">Foodsharing.de </a>will A und B zusammenbringen und so Lebensmittelverschwendung reduzieren.</li>
</ul>
<div><span style="font-size: small;"><span style="line-height: 24px;"><br />
</span></span></div>
<ul>
<li>An der Kleidermarke <em>American Apparel</em> scheiden sich die Geister. Sexistische Werbung und Anstellungspolitik haben das Image beschädigt. <a href="http://www.vice.com/en_au/read/the-vice-podcast-show-dov-charney-on-reforming-the-global-garment-industry" target="_blank">Das Interview von <em>The Vice</em> mit dem Gründer der angeblich zu fairen Anstellungsbedingungen in Amerika produzierenden Firma ist dennoch sehr sehenswert, denn der Firmengründer spricht Klartext</a>:&#8221;T-Shirts für 4.95 sind das Resultat moderner Sklavenarbeit.&#8221; Oder: &#8220;Der Fabrikeinsturz in Bangladesch war das 9/11-Ereignis für die Modebranche.&#8221;<br />
(via <a href="http://twitter.com/Oliver_Classen" target="_blank">@Oliver_Classen</a>)</li>
</ul>
<figure id="attachment_1917" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1917" style="width: 730px"><a href="http://www.vice.com/en_au/read/the-vice-podcast-show-dov-charney-on-reforming-the-global-garment-industry"><img class="size-full wp-image-1917" title="AmericanApparel Firmengründer" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/06/AmericanApparel-Firmengründer.jpg" alt="" width="720" height="398" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1917">Der Gründer von American Apparel, Dov Charney, im Interview</figcaption></figure>
 <p><a href="http://montagsmailer.ch/?flattrss_redirect&amp;id=1916&amp;md5=85c19bad661588647cd56693b0d146d9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://montagsmailer.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Linkschleuder #1</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jun 2013 11:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>montagsmailer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tausende von tollen Artikeln, Videos, Grafiken und Fotos. Jeden Tag. Das ist das Internet. Den Überblick zu behalten vermag kaum jemand. Wir versuchen es trotzdem. Zwei Mal pro Woche sagen wir euch, was man im Themenbereich Nachhaltigkeit gesehen und gelesen haben muss. Nachhaltigkeit dient natürlich wieder mal nur als Überbegriff. Verkehrspolitik und Raumplanung sind ebenso]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Tausende von tollen Artikeln, Videos, Grafiken und Fotos. Jeden Tag. Das ist das Internet. Den Überblick zu behalten vermag kaum jemand. Wir versuchen es trotzdem. Zwei Mal pro Woche sagen wir euch, was man im Themenbereich Nachhaltigkeit gesehen und gelesen haben muss.</em></p>
<p>Nachhaltigkeit dient natürlich wieder mal nur als Überbegriff. Verkehrspolitik und Raumplanung sind ebenso Themen, die wir aufgreifen, wie Biodiversität, Klimawandel, die Konsumgesellschaft oder technologische Neuerungen, die unser Funktionieren als Gesellschaft verändern könnten.</p>
<p><a href="http://storymaps.geo.admin.ch/storymaps/storymap3/"><img class="alignleft size-full wp-image-1903" title="Linkschleuder 1" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/06/Linkschleuder-1.jpg" alt="" width="720" height="291" /></a></p>
<h3>Los geht&#8217;s</h3>
<ul>
<li>Ein fair produziertes Smartphone haben wir uns schon oft gewünscht. Eine Truppe aus Holland hat nun <a title="Fairphone Modell" href="http://www.fairphone.com/#phone" target="_blank">ein vielversprechendes Modell</a> entwickelt. Verschiedene Metalle stammen bereits aus &#8220;fairen Minen&#8221; und Abklärungen mit Minen in Sambia und dem Kongo laufen. Nun haben sie bereits 5000 Bestellungen feiern können. Das Smartphone soll bloss 400 Franken kosten. <a href="http://www.fairphone.com/" target="_blank">Das bedeutet: Die Produktion kann beginnen.
<p></a><a href="http://www.arte.tv/sites/de/yourope-de/2013/03/29/faire-handys-vom-smart-zum-fairphone/" target="_blank">Arte</a> und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/das-fairphone-kann-vorbestellt-werden-a-900173.html" target="_blank">Spiegel online</a> haben bereits über das Fairphone berichtet.</li>
</ul>
<ul>
<li>Nicht fair, aber schön anzuschauen: Das Bundesamt für Energie hat auf einer Karte <a title="Staudämme" href="http://storymaps.geo.admin.ch/storymaps/storymap3/">die 25 grössten Staudämme mit Satellitenbildern von Google Maps verlinkt. </a></li>
</ul>
<ul>
<li><span style="font-size: medium;">Energiewende in der Ferne? </span><a style="font-size: medium;" href="http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/13823-japan-meldet-solarboom">Japan wird dieses Jahr wohl zum grössten Markt für Solarstromanlagen.</a><span style="font-size: medium;"> 1700 Megawattstunden sind alleine im ersten Quartal ans Netz gegangen &#8211; mehr als ein einzelnes Atomkraftwerk liefert. Im ganzen Jahr sollen Solarstromanlagen mit 5000 Megawattstunden installiert werden. </span></li>
</ul>
<ul>
<li>Wir hinterlassen Spuren im Netz; das wissen wir längst. Wie viel wir aber auf Facebook und Twitter tatsächlich über uns preisgeben, ist nicht allen klar. <a href="http://www.economist.com/news/science-and-technology/21578357-plan-assess-peoples-personal-characteristics-their-twitter-streams-no" target="_blank">Wie der <em>Economist</em> schreibt will eine Forschergruppe von IBM anhand von bloss 50 Tweets in der Lage sein, die Persönlichkeit eines Benutzers zu bestimmen.</a> Nützlich für die Marketingprofis &#8211; schlecht für eine Gesellschaft, die dem Konsum entsagen sollte.Das <a href="http://folio.nzz.ch/2013/mai/der-kunde" target="_blank">NZZ Folio vom Monat Mai </a>beschäftigt sich übrigens auch mit diesem Thema. Lesenswert!</li>
</ul>
<ul>
<li>Was man zum Hochwasser in Deutschland wissen muss, <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-06/faq-hochwasser-schutz">hat die ZEIT übersichtlich zusammengefasst.</a></li>
</ul>
<h3>Keine Linkschleuder verpassen:</h3>
<ul>
<li><a href="http://twitter.com/Zwitscherlamm" target="_blank">Folgt LAMM auf Twitter</a></li>
<li>Oder <a href="http://facebook.com/montagsmailer" target="_blank">auf Facebook</a></li>
</ul>
 <p><a href="http://montagsmailer.ch/?flattrss_redirect&amp;id=1897&amp;md5=466b9b2d275f41da75523c4fe1c7a876" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://montagsmailer.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie Globus ein &#8220;besserer&#8221; Kleiderhändler werden will</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 13:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>montagsmailer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Luxuswarenhäuser sind nicht gerade als Verfechter von fair gehandelten Produkten bekannt. Trotzdem stiess LAMM vor einigen Wochen im Globus auf fair produzierte Hosen. Der Anfang eines Gesinnungswandels? Ein Mailwechsel mit dem Globus-Team beleuchtet die Herausforderung, einen etablierten Kleiderhändler auf Nachhaltigkeit zu trimmen. Soziale und ökologische Kleider sind plötzlich hipp und angesagt. Mehr noch: Selbst konservative]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Luxuswarenhäuser sind nicht gerade als Verfechter von fair gehandelten Produkten bekannt. Trotzdem stiess LAMM vor einigen Wochen im Globus auf fair produzierte Hosen. Der Anfang eines Gesinnungswandels? Ein Mailwechsel mit dem Globus-Team beleuchtet die Herausforderung, einen etablierten Kleiderhändler auf Nachhaltigkeit zu trimmen.<span id="more-1882"></span></em></p>
<p>Soziale und ökologische Kleider sind plötzlich hipp und angesagt. Mehr noch: Selbst konservative Zeitungen wie die NZZamSonntag publizieren neuerdings gar Leitartikel, in denen Konsumenten zu einem bewussteren Kleiderkonsum aufgerufen werden. Den Gesinnungswandel &#8220;ermöglicht&#8221; haben brennende und einstürzende Fabriken in Bangladesch. Nicht dass die katastrophalen und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in der Kleiderindustrie vorher ein Geheimnis gewesen wären. Aber wie so oft brauchte es erst hunderte Toter, damit wir Konsumenten das Leiden weit entfernt für uns Schuftender nachvollziehen konnten.</p>
<figure id="attachment_1883" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1883" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-1883" title="Factorycollapse BAngladesh" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/06/Factorycollapse-BAngladesh.jpg" alt="" width="720" height="480" /><figcaption id="figcaption_attachment_1883">Im April 2013 stürzte diese Kleiderfabrik in Dhaka ein und begrub alle ArbeiterInnen unter sich. Etwa 1200 starben, 2500 wurden verletzt.</figcaption></figure>
<p>Wir sind hart in unserem Urteil. Nicht alle haben erst auf die Katastrophe gewartet und den Kopf in den Sand gesteckt. Läden mit fairen Kleidern verbreiten sich in den letzten Jahren in Europa immer mehr. Und manchmal trafen wir gar an Orten, wo wir dies am wenigsten erwartet hätten, auf Hosen, die ohne Ausbeutung hergestellt worden waren. Im Luxuswarenhaus Globus zum Beispiel.</p>
<h3>Gesinnungswandel im Globus?</h3>
<p>Die Kundschaft von Globus ist nicht gerade das, was man sich unter der typischen fairtrade-sensibilisierten Klientel vorstellt. Und Alternative oder Althippies tummeln sich in den Läden der Migros-Tochter auch kaum. Umso erstaunter waren wir, dass wir in der Kleiderabteilung auf Hosen der Marke Monkee Genes stiessen. Die Marke lässt ihre Hosen in England produzieren, verpflichtet sich einen existenzsichernden Lohn zu bezahlen und bezieht Biobaumwolle des strengsten Biobaumwollstandards GOTS. Begeistert ob solch fairer Ware fragten wir eine Verkäuferin, ob wir denn im Globus noch weitere ähnliche Produkte finden könnten. Leider war die Antwort negativ. Also haben wir uns flugs an Globus gewandt und gefragt, wieso sich denn nicht mehr faire Kleider im Sortiment wiederfinden.</p>
<blockquote><p>Lieber Globus</p>
<p>Kürzlich war ich bei ihnen Kleider kaufen und hoch erfreut, die super Hosen von Monkee Genes bei ihnen im Sortiment anzutreffen. Diese Hosen sind super geschnitten und dazu noch ökologisch hergestellt. Da sie ja allgemein viele verschiedene Labels führen, hat es mich dann wunder genommen, ob sie noch mehr nachhaltige Kleiderlabels anbieten – also solche, welche entweder soziale und/oder ökologische Produktionsbedingungen garantieren. Leider konnte mir die Verkäuferin diesbezüglich keine Antwort geben. Im Internet fand ich noch Kinderkleidung und Lebensmittel, welche sie in Bioqualität anbieten &#8211; aber leider keine Damenmode.</p>
<p>Wieso führt Globus nicht mehr nachhaltige Mode im Sortiment? Ich würde mich sehr darüber freuen und ich denke auch, dass dies ein Segment ist, bei welchem die Nachfrage in Zukunft stark zunehmen wird.</p>
<p>Ich würde mich sehr über eine kurze Antwort freuen.</p>
<p>Vielen Dank und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Globus nahm unsere Frage ernst:</p>
<blockquote><p>Guten Tag</p>
<p>Es freut uns sehr zu hören, unsere Marke Monkey Genes habe Ihnen so viel Freude bereitet. Ausser Monkey Genes führen wir im Organic-Bereich beispielsweise noch die Marken Armed Angels, sowie Rebello. Beides Shirt-Label, welche ausschliesslich sozial und ökologisch wertvolle Kleidung herstellen und den THINK!-Gedanken gross schreiben. Darüber hinaus setzen immer mehr Jeans Marken wie Pepe Jeans oder Hilfiger Denim auf wassersparende Verfahren bei der Herstellung von Jeans.</p>
<p>Des Weiteren führen wir als GLOBUS vor allem auch in unserem Eigenlabel, GLOBUS Essensials, ökologische Fabrikationen (Biobaumwolle, Bioleinen etc.).</p>
<p>Wir als Einkäufer sind natürlich stets bemüht diesen Sektor in unserem Sortiment zu verstärken, jedoch ist es oft nicht ganz einfach Marken zu finden, welche ökologische Produktionsbedingungen garantieren und unserem Qualitäts- und Modeanspruch genügen.</p>
<p>Ich bin allerdings überzeugt, dass dieses Thema in Zukunft immer wichtiger wird und es immer mehr Lieferanten geben wird, die derartige Produkte anbieten, so dass auch wir zukünftig in der Lage sein werden Ihnen noch mehr Organic-Marken anbieten zu können Ich hoffe, dass ich Ihnen Ihre Frage zumindest teilweise beantworten konnte und stehe Ihnen selbstverständlich für weitere Fragen zur Verfügung.<br />
Auch falls Sie Vorschläge zu diesem Thema haben, sind wir jederzeit offen.</p>
<p>Darüber hinaus hoffen wir natürlich Sie weiterhin als Kundin bei uns im Hause begrüssen zu dürfen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen</p></blockquote>
<p>Das klingt vergleichsweise vernünftig. Globus hat scheinbar doch noch andere faire Kleidermarken im Angebot. Nur wusste dies die Verkäuferin nicht. Da wurde eine Chance vergeben.</p>
<p>Den Einwand, dass es schwierig sei, ökologische, faire UND modische Kleider zu finden, können wir sogar ein wenig nachvollziehen. Aber gerne liefern wir Globus ein paar Vorschläge.</p>
<p>Auch zur Eigenmarke Globus Essentials haben wir noch einige Fragen:</p>
<blockquote><p>Guten Tag</p>
<p>Vielen Dank für die informative und nette Antwort. Es freut mich zu lesen, dass ich bei Globus auch noch andere nachhaltige Kleiderlabels finden kann. Es lohnt sich also bald wieder einmal vorbei zu kommen <img src='http://montagsmailer.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> . Bezüglich ihres Eigenlabels GLOBUS Essentials hätte ich noch eine Frage: Was für eine Zertifizierung haben ihre Baumwolle und Leine. Die verschiedenen Biolabels unterscheiden sich ja zum Teil ziemlich.</p>
<p>Auch hätte ich wirklich noch einen Vorschlag für ihr Biosortiment. Die Jeans von Nudie Jeans sind meines Wissens 100% GOTS-Biobaumwolle (<a href="http://www.nudiejeans.com/" target="_blank">http://www.nudiejeans.com/</a>) und zudem auch noch modisch. Die Plattform GET CHANGED könnte diesbezüglich auch interessant sein für sie: <a href="http://www.getchanged.net/" target="_blank">www.getchanged.net</a>.</p>
<p>Vielleicht wäre es auch gut, wenn ihr Verkaufspersonal besser über die Organic Kleider bei Globus informiert wäre. Da mir die Verkäuferin keine Auskunft geben konnte bei meinem letzten Besuch, bin ich davon ausgegangen, dass die Monkee Genes die einzigen nachhaltigen Kleider in ihrem Sortiment seien. Das ist ja eigentlich schade</p>
<p>Vielen Dank und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Und trotz unserer Hartnäckigkeit haben wir nochmals eine sehr freundliche Antwort erhalten:</p>
<blockquote><p>Guten Tag</p>
<p>vielen Dank für Ihre regen Inputs zu unserem Biosortiment. Ich habe die Plattform Get Changed mit grossem Interesse gelesen.<br />
Betreffend unserem Verkaufspersonal gebe ich Ihnen Recht. Es ist so, dass es seitens Verkaufspersonal in Zürich im Januar und Februar grosse Wechsel gegeben hat, wir sind aber bemüht natürlich auch unsere neuen Mitarbeiter schnellstmöglich so zu schulen, dass sie über das gesamte Sortiment informiert sind.<br />
Bezüglich der Zertifizierung unseres Eigenlabels habe ich mir erlaubt Ihre Mail an unser Qualitätsmanagement weiterzuleiten, da dieses Ihnen zu den Zertifikaten genauere Auskünfte geben kann als ich. Hier wird sich in den nächsten Tagen nochmals jemand bei Ihnen melden.</p>
<p>Bis dahin wünsche ich Ihnen schon einmal ein schönes Wochenende,</p>
<p>mit freundlichen Grüssen,</p></blockquote>
<p>Eine nette und ehrliche Antwort. Gespannt warteten wir auf die nächste Antwort mit weiterführenden Informationen:</p>
<blockquote><p>Es freut uns, dass Sie an Globus Bio Textilien interessiert sind. Weil  &#8211; anders als bei Lebensmitteln – Bio-Textilien in der Schweiz nicht gesetzlich geschützt und reglementiert sind, hat Globus eigene Richtlinien aufgestellt, siehe dazu den Flyer im Anhang.</p>
<p>Diese Richtlinien sind jetzt offenbar so streng, dass unsere Einkäufer Mühe haben, trendige Ware zu finden, welche die Organic Richtlinien erfüllen kann. Deshalb ist im Moment unser Sortiment leider nicht sehr gross. Jedoch wir arbeiten daran.</p>
<p>Sollten Sie zusätzliche Fragen haben, dürfen Sie mir gerne telefonieren,</p>
<p>Mit freundlichem Gruss</p></blockquote>
<p>Auch hier zeigt sich wieder eine zu begrüssende Ehrlichkeit. <a href="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/06/101101-Globus_Organic_Flyer.pdf" target="_blank">Wenn man sich die Bio-Richtlinien vom Globus anschaut</a>, sieht man tatsächlich, dass diese sehr streng sind. Selbst wo und unter welchen Bedingungen Pailletten und Reissverschlüsse hergestellt werden dürfen, ist definiert worden. Eine solche Detailiertheit haben wir noch nie gesehen. Dass es schwierig sein dürfte, Labels zu finden, die all diese Punkte erfüllen, scheint logisch.</p>
<h3>Mindestens 80% Biobaumwolle</h3>
<p>Besonders interessant finden wir, dass des Globus eigene Biokleider zu mindestens 80% aus Biobaumwolle bestehen müssen. Die Biokleider von H&amp;M bestanden früher bloss zu 49% aus Biobaumwolle und weisen auch heute noch mickrige 51% Biobaumwolle aus.</p>
<p>Der Globus ist uns mit diesem Mailwechsel einiges sympathischer geworden. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen hat der Globus uns nämlich nie versucht, etwas als grün zu verkaufen, das nicht grün ist.</p>
<h3>Die Richtlinien von Globus zum Download:</h3>
<p>Die Biorichtlinien von Globus können unsere Leser <a href="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/06/101101-Globus_Organic_Flyer.pdf" target="_blank">hier anschauen</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://montagsmailer.ch/?flattrss_redirect&amp;id=1882&amp;md5=714cc2fa987fc03e8e6a8d98bf49dd45" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://montagsmailer.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Nicht alles was glänzt ist nachhaltig</title>
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		<pubDate>Sun, 26 May 2013 22:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>montagsmailer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selten war Gold so billig wie heute &#8211; aber auch nie so umstritten: Umweltschäden und miserable Arbeitsbedingungen in den Goldminen haben Schlagzeilen gemacht. Wie bewusst sind sich Schweizer Juweliere dieser Probleme? LAMM hat recherchiert. Schlecht geht&#8217;s dem Gold dieser Tage. Sein Preise fallen so tief wie lange nicht mehr. Und auch die Nachfrage nach teurem]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Selten war Gold so billig wie heute &#8211; aber auch nie so umstritten: Umweltschäden und miserable Arbeitsbedingungen in den Goldminen haben Schlagzeilen gemacht. Wie bewusst sind sich Schweizer Juweliere dieser Probleme? LAMM hat recherchiert.</em></p>
<figure id="attachment_1866" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1866" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-1866" title="Gold3 - Sasha Lezhnev - ENough Project" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/05/Gold3-Sasha-Lezhnev-ENough-Project.jpg" alt="" width="720" height="480" /><figcaption id="figcaption_attachment_1866">Gold aus dem Kongo (c) by Sasha Lezhnev/Enough Project</figcaption></figure>
<p>Schlecht geht&#8217;s dem Gold dieser Tage. Sein Preise fallen so tief wie lange nicht mehr. Und auch die Nachfrage nach teurem Goldschmuck in den schicken Boutiquen leidet merklich unter der wirtschaftlichen Krise. Es wird ruhig um den einst hochgejubelten Rohstoff. Wir Lämmer nutzen die stillen Zeiten und lassen uns vom Glanz in aller Ruhe betören. Schau, wie schön das glähähähänzt! Oh, wie das glitzert… Aber Moment mal. Können wir denn das, was uns da aus den Vitrinen so unwiderstehlich entgegenfunkelt, guten Gewissens geniessen ?</p>
<h3><strong> Zyanid, Quecksilber, Kinderarbeit</strong></h3>
<p>Die Goldverkäufer täten gut daran, ihre Ware nachhaltig zum Glänzen zu bringen. Noch immer werden weltweit in rund einem Drittel der Goldminen hochgiftige Chemikalien wie Zyanid oder Quecksilber eingesetzt, um Gold zu gewinnen. Die tödlichen Nebenprodukte sickern ins Grundwasser durch und werden zum stillen Massenkiller. In afrikanischen und asiatischen Goldminen ist Kinderarbeit an der Tagesordnung, und viele Grosskonzerne (geschätzte 88 Prozent der jährlichen Gold-Fördermenge stammen aus sogenannten Industrieminen) schauen unbekümmert über die internationalen Arbeits- und Menschenrechtsbestimmungen hinweg.</p>
<figure id="attachment_1867" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1867" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-1867" title="GoldmineKongo1 Sasha Lezhnev - Enough Project" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/05/GoldmineKongo1-Sasha-Lezhnev-Enough-Project.jpg" alt="" width="720" height="479" /><figcaption id="figcaption_attachment_1867">Goldmine im Ostkongo (c) by Sasha Lezhnev/Enough Project</figcaption></figure>
<p>Die non-profit Vereinigung Fairtrade International (FLO) hat deshalb vor Kurzem das <strong>FLO-CERT</strong>, ein Fairtrade Label für Gold, entwickelt. Nur, interessiert das die hiesigen Händler und Verkäufer überhaupt? Oder lassen sich die helvetischen Boutiquen unkritisch vom Glanz ihrer Lebensgrundlage blenden? Wir fragen am besten gleich mal nach: Wie sehen das die Zürcher Juweliere also mit dem Nachhaltigkeits-Label für Gold?</p>
<blockquote><p><em>Guten Tag</em></p>
<p><em>Ich würde meiner Mutter auf den goldenen Hochzeitstag gerne ein goldenes Schmuckstück schenken – was genau, weiss ich noch nicht. Nun habe ich gehört, dass es neuerdings Gold gibt mit einem Fair-Trade Zertifikat gibt. Meine Mutter legt grossen Wert auf solche Sachen und ich würde mich sehr freuen ihr ein entsprechendes Schmuckstück schenken zu können.</em></p>
<p><em>Was für Fair-Trade-Produkte bieten sie an? </em></p>
<p><em>Vielen Dank für ihre Unterstützung und freundliche Grüsse</em></p></blockquote>
<p>Die drei angefragten Juweliere beissen allesamt an, um den potentiellen Kunden zu ködern. Ihre Strategien: höchst unterschiedlich, und insgesamt ziemlich verwirrend. Juwelier Damken gibt sich als fairtrade-bewusster Handelspartner und lässt uns wissen:</p>
<blockquote><p><em>Guten Tag</em></p>
<p><em>Ich vertreibe ausnahmslos Schmuck, der unter „fair trade“-Bedingung produziert wurde – entweder direkt in der Schweiz oder, wenn im Ausland, dann kenne ich die Produktionsstätten und Lieferanten persönlich. Meine verarbeiteten Diamanten stammen ausnahmslos aus krisenfreien Regionen und werden direkt importiert. Viele entsprechende Informationen sowie Produkte finden Sie auf meiner Homepage.</em> <em>Bei Fragen melden Sie sich jederzeit gerne.</em></p>
<p><em>Freundliche Grüsse,</em> <em>Juewlier Damken</em></p></blockquote>
<p>Wow, das tönt ja super! Unter „fair trade-Bedingungen“ lässt Damken also produzieren, wenn die Ware aus der Schweiz stammt. Und im Ausland „kennt“ der Herr die Lieferanten und lässt sich natürlich nicht hinters Licht führen. Schade nur, dass Herr Damken uns das nicht mit einem entsprechenden Label belegen kann. Auch Juwlier Spitzbarth hat auf unsere Anfrage reagiert:</p>
<blockquote><p><em>Grüezi</em></p>
<p><em>Grundsätzlich arbeiten wir nur mit Scheidanstalten, die Gold aus unbedenklichen Quellen verkaufen, also kein Gold aus afrikanischen Krisengebieten oder das mit Kinderarbeit gewonnen wurde oder unter Inkaufnahme von Umweltzerstörung (Amazonas). Wieweit sie mir das zertifizieren können, werde ich morgen im Detail erfahren. In der Zwischenzeit freuen wir uns auf Ihren Besuch am Neumarkt und würden sehr gerne ein ganz besonderes Schmuckstück für Ihre Mutter anfertigen.</em></p>
<p><em></em> <em> Freundliche Grüsse Spitzbarth Juwelier</em></p></blockquote>
<p>Der Juwelier Spitzbarth scheint sich weniger mit diesem ganzen Nachhaltigkeits-Zeugs auszukennen. He ja, den geneigten Kunden kümmert&#8217;s ja eh nicht so. Und mit ein paar netten Floskeln zu „afrikanischen Krisengebieten“, „Umweltzerstörung“ und „Kinderarbeit“ wird man auch den gwundrig Fragenden überzeugen können.</p>
<figure id="attachment_1870" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1870" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-1870" title="Goldmine 4 - Sasha Lezhnev - Enough Project" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/05/Goldmine-4-Sasha-Lezhnev-Enough-Project.jpg" alt="" width="720" height="479" /><figcaption id="figcaption_attachment_1870">Kinderarbeit in einer Goldmine im Ostkongo, einem afrikanischen Krisengebiet, dessen feines Gold niemand verarbeitet haben will.... (c) by Sasha Lezhnev/Enough Project</figcaption></figure>
<p>Um Zertifikate scheint sich auch bei den Spitzbarths bisher noch niemand so richtig gekümmert zu haben. Muss ja nicht gleich alles nachhaltig sein, was glänzt. Spannend ist, was uns das „Goldhaus“ zum Thema schreibt: Offenbar ist das mit der zertifizierbaren Nachhaltigkeit beim Gold alles gar nicht so einfach. Es scheint fast, als müsste man sich richtig ins Zeug legen, um  goldenen Ringe und Halsketten rücksichtsvoll und nachhaltig zu schmieden. Das „Goldhaus“ schreibt uns offen und ehrlich:</p>
<blockquote><p><em>Guten Tag</em></p>
<p><em></em> <em>vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Schmuck und dass Sie Ihrer Mutter etwas bei uns kaufen möchten.</em></p>
<p><em>Auch wir hören zum ersten Mal, dass es Fair-Trade-Goldschmuck gibt. Wie man das garantieren kann, dass ein Artikel 100% fair trade ist, stelle ich mir persönlich allerdings recht schwierig vor.</em> <em>Das Gold für die Schmuckverarbeitung kaufen Schmuckhersteller in den verschiedenen Legierungen von Herstellern, die mit Legierungen handeln. Hier in der Schweiz wird Schmuck zumeist in 18 Karat Gold gehandelt. Das Bedeutet 75% Feingoldanteil und 25% diverse andere Metalle.</em> <em>Um 100% fair trade zu sein, muss also nicht nur das Gold, sondern auch die anderen enthaltenen Metalle wie Silber, Kupfer, Palladium etc. nachweislich fair gehandelt worden sein.</em> <em>Dies nach vollziehen zu können, stelle ich mir extrem aufwendig vor, da das ja alles  Metalle sind, die an den verschiedensten Orten der Welt, zu verschiedenen Zeiten abgebaut wurden und nun in diese Legierung mit ein fliessen.</em></p>
<p><em>Bei der direkten Schmuckherstellung kann man das heutzutage sicher gut prüfen und zertifizieren, ob der Hersteller die Arbeitsbedingungen erfüllt.</em> <em>Aber was ist mit seinen Arbeitsgegenständen, wie Werkzeuge, Maschinen, Lötmitteln, Lötpaste etc.</em> <em>Wenn das Schmuckstück, welches Sie zu kaufen gedenken, mit Steinen besetzt ist, muss auch hier garantiert werden, wo diese her kommen und unter welchen Bedingungen, sie geschliffen wurden.</em> <em>Um für ein legiertes Schmuckstück das Siegel 100% fair Trade geben zu können, bedürfte es eines gigantischen logistischen Aufwand. </em><em>Vielleicht handelt es sich bei dem Gold mit dem Fair Trade Zertifikat um Feingold. Dann kommt es von einer bestimmten Goldmine, die dafür garantiert. </em> <em>Das erscheint mir nachvollziehbar. </em></p>
<p><em></em> <em>Um es auf den Punkt zu bringen:  wir können Ihnen leider keinen Schmuck mit Fair Trade Zertifikat an bieten. Hoffen aber dennoch, Ihnen mit unseren Ausführungen geholfen zu haben.</em></p>
<p><em></em> <em>mit freundlichen Grüssen</em> <em>Goldhaus</em></p></blockquote>
<p>Das tönt recht einleuchtend &#8211; und desillusionierend. Die hiesige Goldbranche scheint sich gar nicht bewusst zu sein, wie es um die Nachhaltigkeit und Fairness ihrer Produkte steht. Von „ja sicher doch, alles tiptiop nachhaltig“ über „hui, noch gar nicht dran gedacht“ bis zu „sorry, no way, das geht nicht“ ist offenbar alles drin. Ein uneinig Volk von Händlern, dieses goldige Pack. Zudem zeigt die Antwort von Goldhaus klar auf, dass selbst ein neues Goldlabel keinen nachhaltigen Schmuck garantieren kann. Zu komplex und zu verworren gestalten sich die Produktionsketten. Löblich ist aber die Ehrlichkeit, die das Goldhaus an den Tag legt. Das schätzen wir. Hierfür verdient das Unternehmen mit dem bizarren Namen ein LAMM-Lob für selbstkritische Transparenz. Wir warten vorerst ab mit dem Kauf, und die jubilierende Lämmer-Mama muss sich halt mit einem dicken Schmatzer ihrer kritischen Goldschätze begnügen.</p>
<figure id="attachment_1871" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1871" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-1871" title="Goldmine 2 - ImageJourneys" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/05/Goldmine-2-ImageJourneys.jpg" alt="" width="720" height="478" /><figcaption id="figcaption_attachment_1871">Schacht einer afrikanischen Goldmine - wer würde da hineinkriechen wollen? (c) by ImageJourneys</figcaption></figure>
 <p><a href="http://montagsmailer.ch/?flattrss_redirect&amp;id=1863&amp;md5=e577f6933d05ebcabb51b1d00619ba8b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://montagsmailer.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mina macht Bekanntschaft mit dem Gesetz</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 19:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>montagsmailer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Griff zu den dünnen Wegwerfplastiksäcken in den Gemüseabteilungen von Coop und Migros ist uns bereits in Fleisch und Blut übergegangen. Mina findet, dass es sich auch ohne diese Wegwerfsäcke gut leben lässt. Dass sie sich dabei mit dem Sicherheitspersonal von Coop anlegen würde, hätte sie nicht gedacht. Der nachhaltige Alltag hat seine Tücken, die]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Griff zu den dünnen Wegwerfplastiksäcken in den Gemüseabteilungen von Coop und Migros ist uns bereits in Fleisch und Blut übergegangen. Mina findet, dass es sich auch ohne diese Wegwerfsäcke gut leben lässt. Dass sie sich dabei mit dem Sicherheitspersonal von Coop anlegen würde, hätte sie nicht gedacht.</em></p>
<p>Der nachhaltige Alltag hat seine Tücken, die wir LÄMMER gerne bei einem gemütlichen Feierabendbier besprechen. Die folgende Geschichte erzählt Mina gerne, um die teils drögen Diskussionen aufzulockern.</p>
<p><a href="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/05/Ladendiebstahl-1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1854" title="Ladendiebstahl 1" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/05/Ladendiebstahl-1.jpg" alt="" width="719" height="475" /></a></p>
<h3>Minas grüner Gemüsebeutel</h3>
<p>Beim Einkaufen von Früchten und Gemüse will ich nicht mehr auf die dünnen Wegwerfplastiksäcke angewiesen sein. Die Wegwerfplastiksäcke bestehen ja schliesslich aus Erdöl, dessen Vorrat begrenzt ist und langsam zu Neige geht. Für Wegwerfplastiksäcke ist das schwarze Gold also viel zu  wertvoll, gerade wenn man bedenkt, dass auch wirklich wichtige Dinge, wie Prothesen und Medikamente daraus hergestellt werden. Deshalb trage ich in meinem Rucksack stets einen kleinen Stoffbeutel mit Netzlochmuster von again &amp; a-gain (<a href="http://www.againanda-gain.com/">www.againanda-gain.com</a>) herum. Gemüse und Früchte sind darin gut aufgehoben und auch für das Personal an der Kasse durch das Netz hindurch klar identifizierbar. Trotzdem guckt das Verkaufspersonal jeweils verwirrt bis kritisch, wenn mein knallgrüner Beutel an der Kasse über das Förderband rollt. Nur vereinzelt erfährt meine nachhaltige Verpackungslösung Lob von einem/einer KassiererIn.</p>
<h3>Ein ungewohnter Anblick für die Sicherheitsmänner von Coop</h3>
<p>Als ich kürzlich nach einem langen Tag noch schnell ein paar Äpfel einkaufen wollte, musste ich in der Früchteabteilung stehend feststellen, dass sich mein grüner Beutel wieder einmal in den tiefsten Abgründen meines Rucksackes versteckt hatte. Ich war also gezwungen mein gesamtes Sportzeug, meine Jacke, meinen Schal und ein paar Schuhe, welche ich gerade beim Schuhmacher abgeholt hatte, auf dem Boden des Coops auszubreiten, um an meinen Beutel zu gelangen. Meine Miteinkäufer blickten mich verwundert an. Was tut diese Frau hier? Wieso breitet sie ihre Habseligkeiten auf dem Boden eines Supermarktes aus? Wegen diesem grünen Stoffbeutel etwa?</p>
<p>Die verwirrten Blicke der Personen um mich herum machten mir nichts aus. Unberührt setzte ich meinen Einkauf fort und stellte mich alsbald in eine lange Kassenschlange. Endlich an der Kasse angekommen, bemerkte ich sogleich, dass dies nicht eine Transaktion wie jede andere sein würde. Höflich, aber reserviert begrüsste mich die Kassiererin. &#8220;Würden Sie mir bitte den Inhalt ihres Rucksacks zeigen?&#8221;, fragte sie mich zögerlich.  Ich war kurz erstaunt. Dann verstand ich: Über die eine Kamera hatte der Ladendetektiv oder sonst wer meine merkwürdige Aktion in der Gemüseabteilung gefilmt und mich sofort als dilettantischen Ladendieb identifiziert. Mir blieb nichts anders übrig als erneut Sportzeug, Schal und co. auszupacken und auf dem Förderband auszubreiten. Hinter mir wurde die Schlange länger &#8211; und ungehaltener. Das Wissen in diesem Moment als mutmasslicher Ladendieb präsentiert zu werden, machte die Lage nicht gerade gemütlicher.</p>
<h3>Ist es das wert?</h3>
<p>Wieder auf der Strasse hatte ich immer noch das Gefühl, dass mich alle Passanten grimmig anschauten.  Hätte ich meine nachhaltigen Grundsätze der Bequemlichkeit opfern und trotz guter Vorsätze zu einem Plastiksack greifen sollen? Oder hätte ich den Laden nochmals verlassen sollen, um draussen, zehn Minuten vor Ladenschluss, in meinem Rucksack nach dem grünen Stoffbeutel zu suchen? Ich war froh, als mein Handy klingelte. Eine wohlbekannte Stimme mähhhte mir entgegen. Es war Sherlock LAMM: „Guten Abend Mina – wie wär`s mit einem Gläschen Whisky? In zehn Minuten am Idaplatz? Dorian kommt auch.“ Schlagartig verbesserte sich meine Stimmung und in Gedanken legte ich mir bereits eine spektakuläre Erzählung des soeben Erlebten zurecht. Eine solche Geschichte muss man ausschmücken! Hatte mich nicht ein Sicherheitsmann festgehalten? Oder gar zwei bullige Detektive, die mich am Ausgang abgepasst hatten? War ich nicht in einem Hinterzimmer verhört worden? In Handschellen? Hm… too much? Auf jeden Fall übertrumpfte ich an diesem Abend den zerzausten Sherlock LAMM und dies obwohl ich fast ganz der Wahrheit treu blieb.</p>
<p>PS: Das Thema Plastiksäcke löst zurzeit auch in der Politik hitzige Diskussionen aus. Ende letzten Jahres hat sich der Nationalrat für ein Verbot der dünnen Wegwerfplastiksäcke an den Kassen ausgesprochen. Befürworter dieses Verbotes unterstreichen die kurze Verwendungsdauer der Säcke von durchschnittlich 25 Minuten. Gegner stellen die Effizienz dieses Verbotes in Frage, da anscheinend nur gerade 0.5% des gesamten Plastikverbrauchs auf diese Säcke entfallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://montagsmailer.ch/?flattrss_redirect&amp;id=1849&amp;md5=d4955fd08205746177c7a0628273e1eb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://montagsmailer.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hat sich Hotelplan mit fremden Federn geschmückt?</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 16:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>montagsmailer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werbetrommel]]></category>
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		<description><![CDATA[Hotelplan hat zehn Hotels auf Rhodos mit dem Nachhaltigkeitslabel Travellife geschmückt. Doch wie Recherchen von LAMM ergaben, war nur eines der zehn Hotels tatsächlich Travellife-zertifiziert. LAMM konfrontierte Hotelplan mit den Enthüllungen. Vor einigen Wochen haben wir uns beim Reiseveranstalter Hotelplan erkundigt, ob er uns für Ferien in Rhodos ein nachhaltiges Hotel empfehlen könne. Hotelplan hat]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hotelplan hat zehn Hotels auf Rhodos mit dem Nachhaltigkeitslabel Travellife geschmückt. Doch wie Recherchen von LAMM ergaben, war nur eines der zehn Hotels tatsächlich Travellife-zertifiziert. LAMM konfrontierte Hotelplan mit den Enthüllungen.<br />
</em></p>
<p>Vor einigen Wochen <a title="Hotelplans Nachhaltigkeitsversprechen ist auf Sand gebaut" href="http://montagsmailer.ch/2013/02/25/hotelplans-nachhaltigkeitsversprechen-ist-auf-sand-gebaut/" target="_blank">haben wir uns beim Reiseveranstalter Hotelplan erkundigt</a>, ob er uns für Ferien in Rhodos ein nachhaltiges Hotel empfehlen könne. Hotelplan hat uns daraufhin eine Liste mit Hotels geschickt, die angeblich mit dem Travellife-Label ausgezeichnet sind. Dieses Label zertifiziert Hotels, die nachhaltig und sozial wirtschaften. Die Anforderungen, denen ein Hotel genügen muss, damit es das Travellife-Zertifikat erhält, sind allerdings lasch. Die Empfehlung von Hotelplan war also nicht ausserordentlich wertvoll.</p>
<figure id="attachment_1843" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1843" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-1843" title="lookingforhotels" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/05/lookingforhotels.jpg" alt="" width="720" height="462" /><figcaption id="figcaption_attachment_1843">Auf der Suche nach den nachhaltigen Hotels von Hotelplan, kann man sich leicht verlieren...</figcaption></figure>
<p>Weil wir auf der Homepage von Travellife die von Hotelplan als Travellife-zertifziert empfohlenen Hotels nicht finden konnten, schrieben wir Travellife und erkundigten uns nach den inexistenten Betrieben. Tatsächlich: Hotelplan hatte uns hinters Licht geführt. <a title="Hotelplans Nachhaltigkeitsversprechen ist auf Sand gebaut" href="http://montagsmailer.ch/2013/02/25/hotelplans-nachhaltigkeitsversprechen-ist-auf-sand-gebaut/" target="_blank">Nur eines der von Hotelplan empfohlenen zehn Hotels war wirklich mit dem Nachhaltigkeitslabel ausgezeichnet worden</a>. Die Antwort von Hotelplan war also nicht nur wenig hilfreich, sie war schlichtwegs falsch. Ein Schelm, wer Böses denkt.</p>
<p>Natürlich konfrontierten wir Hotelplan mit unseren Rechercheergebnissen:</p>
<blockquote><p>Guten Tag</p>
<p>Vielen Dank für diese Infos. Das Label Travellife kannte ich bis jetzt noch nicht. Auf der Homepage kann man ja sogar selber nach zertifizierten Hotels suchen – was ich auch gemacht habe. Überraschenderweise ist keines der Hotels, welche sie mir genannt haben auf der Website von Travellife zu finden. Wenn man hier <a href="http://www.travelifecollection.com/search_results" target="_blank">http://www.travelifecollection.com/search_results</a> nach nachhaltigen Hotels in Greece – Rhodes sucht werden folgende Hotels angezeigt:</p>
<ul>
<li>Atlantica Aegean Blue</li>
<li>Atlantica Princess Hotel</li>
<li>Mythos Beach Resort</li>
<li>Atlantica Aegean Park</li>
<li>Holiday Village Rhodes</li>
<li>Atlantica Imperial Resort</li>
</ul>
<p>Das fand ich ein wenig verwirrend. Die Hotels, welche sie mir als nachhaltig, da Travellife-zertifiziert, angepriesen haben erscheinen in der Suche nicht. Weil mich das schon ein wenig stutzig machte, fragte ich bei Travellife selber nach, ob die von ihnen genannten Hotels in ihrem Programm seien. Die Antwort von Travellife war sehr ernüchternd:</p>
<ul>
<li>Mareblue (SENTIDO) Lindos Bay – Travelife Gold</li>
<li>Lindos Mare – Not a Travelife member</li>
<li>Atrium Palace &#8211; Not a Travelife member</li>
<li>Thalasso Spa Resort &amp; Villas &#8211; Not a Travelife member</li>
<li>Rhodos Palladium &#8211; Not a Travelife member</li>
<li>Elysium Resort &amp; Spa &#8211; Not a Travelife member</li>
<li>Sun Beach Resort &#8211; Not a Travelife member</li>
<li>Mareblue Cosmopolitan Beach Resort &#8211; Not a Travelife member</li>
<li>Amathus Beach Hotel – Awaiting Travelife audit</li>
<li>Hotel Mediterranean &#8211; Not a Travelife member</li>
</ul>
<p>Nur gerade eines der Hotels, welche sie mir als nachhaltig empfohlen haben, ist durch Travellife zertifiziert. Wie können sie mir dies erklären?</p>
<p>Ich wäre um eine Erklärung dankbar.</p>
<p>Vielen Dank und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Verwirrte Kunden mag Hotelplan nicht. Und den Eindruck, dass Baron Münchhausen den Reiseveranstalter führt, will man tunlichst vermeiden.</p>
<blockquote><p>Guten Tag</p>
<p>Ich habe mit unseren Nachhaltigskeitsspezialisten telefoniert und kann Ihnen folgendes mitteilen:</p>
<p>Aufgrund der unabsichtlichen Verwendung einer falschen Datenbank, wurden mehr Travelife-zertifizierte Hotels aufgeführt, als es effektiv sind. Wir sind aber bereits dabei, die Informationen anzupassen. Online sind die Daten bereits aktualisiert, was die Kataloge angeht, so werden die Informationen bei der nächsten Produktion angepasst. Die Reisebüros erhalten diese Woche noch eine aktualisierte Liste.</p>
<p>Im Moment bietet Hotelplan in Rhodos kein Hotel an, welches dieses Zertifikat haben. Das Mareblue Sentido hat auch nicht diesen Travellife Gold Status sondern nur das Sentido Lindos Bay (sind zwei verschiedene Hotels). Wenn Sie an einer anderen Insel interessiert sind, können wir gerne abklären ob es dort Hotels gibt.</p>
<p>Wir bedauern und entschuldigen uns für die Fehlinformation.</p>
<p>Freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Eine falsche Datenbank soll also daran Schuld sein, dass nur eines der zehn Hotels, die Hotelplan mit dem Travellife-Label schmückt, auch tatsächlich mit diesem Label ausgezeichnet ist. Merkwürdig, denn auf der eigenen Website hatte Hotelplan die erwähnte Hotels bereits vor unserer Anfrage nicht mit dem Travellifelabel versehen. Da musste wohl doch irgendjemand bei Hotelplan Zugriff auf eine korrekte Datenbank gehabt haben. Ein Blick auf die eigene Website hätte unserer Auskunftsperson also geholfen, uns nicht mit Falschinformationen zu füttern.</p>
<p>Kurz: Dies alles klingt nach einer besonders faden Ausrede. Sie ist nicht nur unglaubwürdig, sondern auch wenig phantasievoll. Baron Münchhausen hätte sich da eine spannendere Geschichte ausgedacht.</p>
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		<title>McDonalds: Recycling à l&#8217;américaine</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 16:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>montagsmailer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abfall & Recycling]]></category>
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		<description><![CDATA[Fastfood produziert Abfall. McDonalds hat dies erkannt. Umweltfreundlicher, weil wiederverwertbar, sollen die neuen Kartonverpackungen sein. Doch werden die wiederverwertbaren Burgerhüllen auch wirklich wiederverwertet? McDonalds und die Umwelt, das war bislang keine Liebesbeziehung. BigMac, Cheeseburger und Happymeal sind nicht nur Kalorien-, sondern auch wahre Müllbomben. Jeder, der bereits einmal im McDonalds ein &#8220;Meal&#8221; verzehrt hat, wird]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Fastfood produziert Abfall. McDonalds hat dies erkannt. Umweltfreundlicher, weil wiederverwertbar, sollen die neuen Kartonverpackungen sein. Doch werden die wiederverwertbaren Burgerhüllen auch wirklich wiederverwertet?<span id="more-1828"></span></em></p>
<p>McDonalds und die Umwelt, das war bislang keine Liebesbeziehung. BigMac, Cheeseburger und Happymeal sind nicht nur Kalorien-, sondern auch wahre Müllbomben. Jeder, der bereits einmal im McDonalds ein &#8220;Meal&#8221; verzehrt hat, wird sich nur zu gut an den eindrücklichen Abfallberg erinnern, der nach der Mahlzeit auf dem Tablett zurückgeblieben ist.</p>
<figure id="attachment_1829" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1829" style="width: 730px"><img class="size-full wp-image-1829" title="MüllMac" src="http://montagsmailer.ch/wp-content/uploads/2013/04/MüllMac.jpg" alt="" width="720" height="487" /><figcaption id="figcaption_attachment_1829">McDonaldsverpackungen sind auch ein willkommenes &quot;Vandalismuswerkzeug&quot;...</figcaption></figure>
<p>Immerhin, seit einiger Zeit bemüht sich McDonalds um ein nachhaltigeres Image. Ein neues Logo war da ein erster netter Gag: Das gelbe M prangt nämlich nicht mehr auf knalligem Rot, sondern auf tannenfarbenem Grün. Schon eindrücklicher war, dass die Fastfoodkette ihr Menükarte substanziell erweitert hat. Wer will, kann anstelle von Burger, Soft-Ice und Cola ein gesundes Menü mit Salat, Früchten und gar Wasser bestellen.</p>
<h3>Karton statt Styropor</h3>
<p>Die umweltfreundlichste Veränderung in den schnellen Fressbuden war aber eine, die vielen Konsumenten gar nicht so bewusst sein dürfte: McDonalds hat praktisch all seine Verpackungen von Styropor auf Karton umgestellt. Waren die Burger einst in einer aus Erdöl hergestellten Plastikschachtel verpackt, stecken sie heute in aus Holz gewonnenen Hüllen, die sich erst noch recyclen lassen.</p>
<p>Recyclen liessen, muss man anfügen. Die meisten Verpackungen landen nämlich im McDonalds-Restaurant in einem Abfalleimer, der nicht nur Karton schluckt, sondern auch nicht recyclebares wie zum Beispiel Essensreste.</p>
<p>Auf seiner Website berichtet McDonalds stolz über sein grossartiges Recyclingsystem. Doch was macht der Fastfoodriese mit den Abfalleimern in den Restaurants? Sortieren die schlecht bezahlten Angestellten diesen Müll und trennen tatsächlich den Karton und anderes rezyklierbares von Essenresten?</p>
<blockquote><p>Lieber Mc Donalds</p>
<p>Gestern habe ich wieder einmal ein Big Mac Menu gegessen. Bei mir kommen dann immer Kindheitserinnerungen, als ich mit meinen Eltern bei Mc Donalds essen war. Damals war die Big Mac Verpackung noch aus Styropor. Als ich gestern vor meinem Menu sass ist mir aufgefallen, dass mittlerweile alles ausser das Getränk in Karton verpackt war, der nicht einmal stark beschichtet ist. Hätte ich euer Menu zuhause gegessen, wäre das alles in die Kartonsammlung gewandert.<br />
Ich hab mich dann gefragt, was ihr mit diesem Karton macht? Auf eurer Homepage habe ich folgenden Hinweis gefunden:<br />
Basierend auf der Abfallstrategie «Vermeiden – vermindern – wiederverwerten» betreibt McDonald’s bereits seit den 90er- Jahren ein eigenes Recyclingsystem. Heute führt McDonald’s rund 40 Gewichtsprozent der anfallenden Abfälle, namentlich Plastikfolien, Karton, Papier, PET, Lampen, organische Abfälle und Altspeiseöl, einem sinnvollen Recycling zu.<br />
Ist es denn so, dass ihr den Abfall sortiert, und so der Karton in die Kartonsammlung gelangt?</p>
<p>Ich würde mich über eine Antwort freuen!</p>
<p>Vielen Dank und liebe Grüsse</p></blockquote>
<p>Wer sich als so interessiert zeigt, erhält natürlich auch eine interessante Antwort:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Dame</p>
<p>Besten Dank für Ihre Mail vom 17. März sowie Ihr Interesse an McDonald&#8217;s Schweiz.</p>
<p>Wir freuen uns, Sie zu unseren Gästen zählen zu dürfen. Gerne gehen wir wie folgt auf Ihre Anfrage ein:</p>
<p>Gemäss unserer strengen Schweizer Gesetzgebung gilt der Abfall vom Gästebereich als &#8220;Mischabfall&#8221; und geht somit in die Kehrrichtverbrennungsanlage. Dort wird aus diesem Abfall Strom und Wäre produziert.</p>
<p>Die Küchenkartons hingegen gelangen in die Kartonsammlung.</p>
<p>Weitere diesbezügliche Informationen finden Sie unter: www.mcdonalds.ch/nachhaltigkeit</p>
<p>Wir hoffen, Ihnen hiermit zu dienen und würden uns freuen, Sie auch weiterhin bei uns Willkommen zu heissen.<br />
Mit freundlichen Grüssen</p></blockquote>
<p>Wenig überraschend landet der Müll aus den Abfalleimern in den Restaurants also direkt und unsortiert in den Kehrrichtverbrennungsanlagen. Schade, denn so verpufft die  Energie, die bei der Produktion der Kartonschachteln aufgewendet wurde, in den heissen Öfen. Immerhin, da die Verpackungen nicht mehr aus Styropor bestehen, verbrennt in den KVAs nicht kostbares Erdöl. Aber auch für die Kartonproduktion braucht es Energie und Rohstoffe. Für Hamburgerverpackungen immer wieder neue Bäume zu fällen, ist Energieverschwendunge, wenn man eigentlich aus den bereits produzierten und gebrauchten Verpackungen einfach wieder neue herstellen könnte.</p>
<p>Wenn schon, denn schon, lieber McDonalds.</p>
 <p><a href="http://montagsmailer.ch/?flattrss_redirect&amp;id=1828&amp;md5=5ffb884f2c1a33d8ee4f04c462d285e3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://montagsmailer.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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