Aufmerksame Leser mögen bereits zwischen unseren Montagsmailzeilen gelesen haben, dass wir keine grossen Freunde des Massenkonsums sind. Weniger ist mehr, finden wir. Trotzdem können wir die Augen nicht vor der Realität verschliessen. Auf manche Dinge kann man nicht verzichten, Kleider zum Beispiel. Und so lancieren wir hiermit eine neue Rubrik auf unserem Blog: den LAMM-Fashiontipp.
Wir wissen, dass es nicht einfach ist, ökologische und fair hergestellte Kleider zu finden, die zudem auch noch modisch sind. Will man sich von Kopf bis Fuss mit sozial vertretbaren und umweltschonend produzierten T-Shirt, Röcken, Leggins oder Hosen einkleiden und dabei auch noch gut aussehen, muss man ein wenig mehr Zeit aufwenden.
Aufwändige oder unmögliche Kleidersuche?
Aber wie gross ist dieser Aufwand denn tatsächlich? Ist es nicht vor allem unser Denken und der knappe Geldbeutel, der nachhaltige Outfits verhindert? Oder stimmt das böse Vorurteil, dass faire und “grüne” Kleidung eher praktisch als hübsch ist, etwa doch?
All diese Fragen wollen wir in unserem „LAMM-Fashiontipp“ thematisieren. Und zugleich unseren Leserinnen und Lesern zeigen, dass es doch modische Kleider gibt, die nachhaltig produziert worden sind. Vier Mal pro Jahr präsentieren wir euch eine saisongerechte Kollektion aus möglichst nachhaltig produzierten Kleidern.
Transparente Inkonsequenz
Nicht alle Kleider, die wir in unseren Fashiontipps zeigen, erfüllen unsere eigenen, strengen Kriterien an nachhaltige Produktion zu 100 Prozent. So haben wir beim Zara-Biobaumwollt-Tshirt vergeblich herauszufinden versucht, welches Label denn Zaras Biobaumwollproduktion zertifiziert. Gerade beim Anbau und der Herstellung von Biobaumwolle weisen die unterschiedlichen Label verschieden strenge Kriterien auf.
Wir haben Zaras Biobaumwoll-Tshirt trotzdem in unseren Fashiontipp aufgenommen. Denn es mag Menschen geben, die nicht auf Zara und H&M verzichten wollen – oder können. Auch diese Zarakunden können nachhaltiger konsumieren. Indem sie wann immer möglich die Biokleider auswählen und die herkömmlich produzierten Produkte links liegen lassen. Auch das sendet ein Signal an die Grosshandelsketten.
Der Fashiontipp:
Nach diesen einleitenden Worten möchten wir euch nun das Sommeroutfit von Jeannie Nelson präsentieren.

Jeannie trägt einen langen, weissen Bio-Baumwollrock von Naturaplan, gekauft im Sihlcity. Dazu ein gelbes Sommertop, ebenfalls Bio, vom Fashionhaus Zara an der Bahnhofstrasse. Die Kette hat Jeannie am Flohmarkt auf der Fritschi-Wiese gefunden und die Schuhe sind aus dem Secondhand-Laden an der Ankerstrasse im Kreis 4 in Zürich. Die LAMM-Stofftasche, aus Fairtrade Bioanbau, wurde von uns handbedruckt, und ist demnächst auch bei uns bestellbar.







Und dann gäbe es da noch die Kleider bei rrrevolve: http://rrrevolve.ch/kleider_accessoires/
Die sind wirklich aus zertifizierter Bio-Baumwolle und auch ncoh fair produziert und gehandelt. Und cool sowieso…
… oder nachhaltige Mode von 15 Labels auf Faircustomer.ch Zum Beispiel die Sommerkollektion “Seascapes” von Rianne de Witte @ Dutch Sustainable Fashion.