1.Februar 2011, 0:38 Uhr

Was die UBS, die SVP, die Jungen Grünen, Gastrosuisse, Burgerking und Vogue gemeinsam haben

Wir stellen Fragen. Jede Woche eine Frage. Einfache Fragen. Simple Fragen. Lustige Fragen. Scheinheilige Fragen. Nervige Fragen. Immer wieder dieselben Fragen. Aggressive Fragen. Komplizierte Fragen. Scheinbar doofe Fragen. Klugscheisserische Fragen. Aufdringliche Fragen. Aber niemals dumme Fragen. Es gibt keine dummen Fragen. Denn es hat ja alles einen Grund, nicht wahr?

Und wir erhalten Antworten. Einfache Antworten. Zu simple Antworten. Scheinbar lustige Antworten. Scheinheilige Antworten. Selten mal überzeugende Antworten. Genervte Antworten. Immer wieder dieselben Antworten. Aggressive Antworten. Komplizierte Antworten. Vermeintlich kluge Antworten. Hochgestochene Antworten. Abweisende Antworten. Immer wieder dumme Antworten.
Manchmal gibt es einfach keine gute Antwort. Denn nicht alles hat einen Grund.

Und ab und zu erhalten wir gar keine Antwort. Ja, wir werden ignoriert. Selbst hartnäckiges Nachhaken bleibt ergebnislos. Diese Fragen möchten wir euch, geschätzte Leser, nicht vorenthalten. Denn wir finden: Wer keine Antwort weiss, weiss einen Scheiss. Deshalb hier eine Auswahl an Fragen, auf die wir leider nie eine Antwort erhalten haben. Die Links führen zu den Kontakformularen, der angefragten Organisationen und Firmen. Vielleicht findet ihr ja eine der Fragen ebenso berechtigt wie wir. Dann klickt einfach auf den Link und schreibt der betreffenden Firma oder Organisation eine kurze Nachricht, die ebendiese Frage beinhaltet.

Habt ihr euch eine dieser Fragen auch schon mal gestellt?Findet ihr unsere Fragen berechtigt? Oder waren wir in den oben genannten Beispielen zu aufdringlich? Zu kleinlich? Wieso haben wir keine Antwort gekriegt? Sollte es nicht auf alle diese Fragen – mögen sie noch so kleinlich, aufdringlich oder klugscheisserisch sein – eine kluge Antwort geben?

Um euch zu zeigen, wie hartnäckig wir bei unseren Frageinitativen vorgehen, veröffentlichen wir hier den Mailverkehr mit dem Kundenservice von VOGUE-Schweiz, den wir gefragt haben, ob das Hochglanzmagazin VOGUE auf FSC-Papier gedruckt wird:

Guten Tag

Ich schreibe ihnen als eine begeisterte Vogue-Leserin. Gerne lasse ich mich durch ihr Magazin immer wieder von neuem modisch inspirieren. Ihre Zeitschriften türmen sich auch dementsprechend in meiner Wohnung. Dies wiederspiegelt einerseits mein grosses Interesse an Mode, anderseits zeigt es auch eindrücklich den enormen Papierverbrauch auf. Deshalb habe ich mich vor kurzem gefragt, was für Papier sie wohl für ihr Magazin verwenden. Leider konnte ich nirgends das FSC-Label entdecken, was mich bei einem modernen Magazin wie der Vogue ziemlich überraschte. Verwendet die Vogue kein FSC-Papier?

Ich würde mich sehr über eine kurze Antwort freuen.

Vielen Dank und freundliche Grüsse

Drei Wochen gaben wir dem Kundenservice Zeit. Dann meldeten wir  uns nochmals:

Guten Tag

Vor etwa 3 Wochen schrieb ich der Vogue ein Mail (siehe unten). Leider habe ich bis heute keine Antwort erhalten.

Es würde mich sehr freuen, wenn sie mir meine Frage beantworten könnten.

Vielen Dank und freundliche Grüsse

Tatsächlich erbarmte sich der Kundenservice unserer Anfrage:

Sehr geehrte Dame

Sehr gerne leiten wir Ihre E-Mail nochmals an den Verlag nach Deutschland, da wir im Kundenservice leider darüber keine Info haben.

Wir hoffen, dass Ihnen in den nächsten Tagen Ihre Frage beantwortet wird.

Freundliche Grüsse

Der Kundenservice in der Schweiz war also überfordert mit unserer Frage, ob Vogue auf FSC-Papier gedruckt wird. Doch man hatte uns versprochen, dass Deutschland Licht in die Sache bringen würde. Freudig warteten wir auf eine Antwort. Vergebens. Ein letztes Mal wendeten wir uns an den Kundenservice. Nun auf die mühsame Tour:

Guten Tag

Leider wurde meine Frage bezüglich dem von Vogue verwendeten Papier ein weiteres Mal von ihrem Verlag in Deutschland ignoriert. Daraus muss ich schliessen, dass die Belangen der Umwelt bei Vogue nebensächlich sind. Eventuell wäre es sinnvoll, wenn sich Vogue Schweiz selbst (beispielsweise per Telefon) beim Verlag in Deutschland informieren würde. So könnten Sie mir und eventuell auch anderen Lesern direkt zu solch wichtigen Fragen Auskunft geben.

Ich würde mich weiterhin sehr freuen, wenn sie mir meine ursprüngliche Frage (siehe Mail vom 23. Oktober 2010) doch noch beantworten könnten.

Ich wünsche schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Leider blieb auch dieses Mail unbeantwortet…

Also, was meint ihr? Ist unsere aufdringliche Art angebracht?

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6 Responses to Was die UBS, die SVP, die Jungen Grünen, Gastrosuisse, Burgerking und Vogue gemeinsam haben

  1. Alex C. says:

    Es besteht in der Gastronomie eine grundsätzliche Deklarationspflicht bei Fleisch. Auch der Zusatz “kann mit Hormonen, blabla erzeugt worden sein”, darf je nach Herkunft nicht fehlen.

    Falls ihr aber die Tierhaltung meint kann man generell sagen, dass Gourmetrestaurants eher darauf achten, da das Fleisch von glücklichen Tieren schon mal besser ist. Auf Gänsestopfleber würde ich aber verzichten – denn dies ist grausam…

    P.s. Darf ich euren Artikel in meinen Blog einbauen?

    • Dorian Gray says:

      Hm, wir sprechen hier aber nicht von Fleisch, Koch Caneve :) Fisch ist nicht deklarationspflichtig in den Restaurants…

      Den Blogartikel einbauen? Wie stellst du dir das vor? Einen Anriss darfst du gerne einbauen, aber den ganzen Artikel sollen die Leute schon hier lesen, also weiterlesen-Link auf unseren netten Blog :)

  2. Titus says:

    Das Papier einer Vogue ist wohl das kleinste Übel. Fragt doch mal nach dem Druckverfahren und der Chemie, welche für dieses Hochglanz-Magazin zur Anwendung kommt. Das Grund zur grösseren Sorge sein… :-(

  3. Titus says:

    Upps, der letzte Satz ging ja völlig daneben, darum ein zweiter Versuch:
    Das kann Grund zu grösserer Sorge sein

  4. Alex C. says:

    Hey Dorian

    Einen Anriss antürlich ;o)

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